Seltene Pflänzchen: Gerettete Habichtskräuter kehren nach Friedrichshain zurück

Habichtskraut

Vielleicht erinnern Sie sich an unseren Bericht zur Rettungsaktion der seltenen Habichtskräuter von einer Fläche in Friedrichshain, die nun bebaut ist? Ende November 2021 berichteten wir zur „Pflanze des Monats“ vom Gabelästigen und Ungarischen Mausohrhabichtskraut, die von unseren Stadtnaturrangerinnen gefunden und gemeinsam mit dem Umwelt- und Naturschutzamt und Engagierten des Projekts Urbanität und Vielfalt e.V. vor Beginn der Bauarbeiten ausgegraben und gesichert wurden? Einige der Habichtskräuter wachsen und gedeihen seitdem im Botanischen Garten in Berlin-Steglitz. Weitere Habichtskräuter wurden seitdem von den Gärtner: innen des Bezirksamtes in der Revierförsterei gepflegt. Gleichzeitig suchten wir gemeinsam mit den Stadtnaturrangerinnen nahe der ursprünglichen Heimat in Friedrichshain nach einer neuen öffentlichen Fläche, um die Pflänzchen wieder anzusiedeln.

Mitte März 2024 konnten die seltenen Habichtskräuter nun auf einer Archefläche des Bezirksamtes von den Projektbeteiligten wieder ausgesetzt werden. Neben den Habichtskräutern konnte auch der schwarze Mauerpfeffer und andere seltene Pflanzen hier einen neuen Lebensraum finden. Die Friedrichshainer Ortsgruppe des NABU Berlin kümmert sich mit um den Erhalt und die Pflege der Trockenrasenfläche, die noch vielen weiteren Pflanzen und Insekten- eine Heimat bietet. Bei der Pflanzung konnte zum Beispiel ein Exemplar aus der Gattung der parasitischen Blutbienen beobachtet werden. Ihre Anwesenheit zeigt auch das Vorkommen mindestens einer weiteren Wildbienenart an, die ihr als Wirt dient.