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Abschluss des Führungsnachwuchsprogramms Kompetenz Plus

22.06.2021

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Bild: Hans-Martin Fleischer

Das Führungsnachwuchsprogramm Kompetenz Plus, das bereits im siebten Jahrgang durchgeführt wird, wurde vorige Woche erfolgreich abgeschlossen. Elf Absolventen*innen des zuletzt im Frühjahr 2019 gestarteten Durchgangs haben am 17. Juni in einem pandemiebedingt überschaubaren Rahmen ihre Zertifikate, überreicht von Bezirksbürgermeisterin Monika Herrmann, mit Stolz und Freude entgegengenommen. Über zwei Jahre haben sich Kolleginnen und Kollegen auf angestrebte Führungstätigkeiten vorbereitet oder das Programm im Rahmen einer erstmalig übernommenen ersten Führungsaufgabe begleitend genutzt. Bereits seit 2005 wird das Führungsnachwuchsprogramm im Bezirksamt durchgeführt.
Neben den zahlreichen gruppenbezogenen Angeboten, wie Fortbildungen zu Führungsthemen, praktischen Projektarbeitserfahrungen oder dem Netzwerken, legt die bezirkliche Kompetenz-Plus-Konzeption Wert auf einen persönlichen Programmzuschnitt.

„Unsere Kollegen*innen haben in einem vorgeschalteten Potentialverfahren konkrete Rückmeldungen zu den sichtbar gewordenen Stärken und Entwicklungsbedarfen erhalten“, beschreibt die zuständige KPlus Koordinatorin, Birgit Riemenschneider, die letzte Startphase 2019. „Daran orientiert wurden insbesondere die persönlichen Fortbildungen der Teilnehmenden geplant.“

Claudio Cuccoli, Absolvent und inzwischen Gruppenleiter im Vermessungsamt, zieht ein lebhaftes Resümee zu seinem Mentoring mit einer erfahrenen Führungskraft, tätig im Bezirksamt Spandau. „Ich fand die Erfahrung einfach super. Ich kann meine Sitzungen besser gestalten. Ich kann Kompetenz Plus nur empfehlen“

Als „sehr gutes Gespräch, das mich persönlich vorangebracht hat“, beschreibt Züleyha Aras, Absolventin, ihre persönliche Erfahrung aus dem Standortgespräch, das mit allen Teilnehmenden regelmäßig zur Halbzeit von Kompetenz Plus geführt wird.

„In der Begleitung der KPlus- Kollegen*innen als PE-Beraterin“, so Riemenschneider, „ist mir in jedem Durchgang immer wichtig, die Nachwuchskräfte auch auf die eigene Karriereplanung zu fokussieren. Denn zu Beginn steht oftmals noch keine konkrete Führungsstelle in Aussicht. Als besonderen Erfolg sehe ich die zwischen dem Programm und den Bedarfen des Bezirksamtes immer besser verzahnte personenbezogene Personalentwicklung.“

Silke Mahlendorf, Absolventin, umreißt in ihrem Beitrag auch die Motivation für ihr mit drei weiteren Kolleginnen im Kompetenz-Plus bearbeitetes Projektthema „Begrüßungstag für alle neuen Beschäftigten. „Jedes Jahr kommen 150-200 neue Kollegen*innen ins Haus.“ Weshalb ihr ein entsprechendes Angebot ein Anliegen ist.

Als weiteres bearbeitetes Projektthema beschreibt Marcus Böhme, Absolvent, neben den Inhalten auch seine ganz persönlichen Erfahrungen als Projektleitung. „Erst hatte ich einen recht großen Hut auf.“, beschreibt er lachend auf seinen Kopf deutend. Dass ihm dieser später perfekt passte, macht Herr Böhme mit seinen für die Veranstaltung selbstgefalteten Zeitungshüten auf humorvolle Weise für alle sichtbar. Beeindruckt sind alle Anwesenden über die Datenlage, wonach im Bezirksamt rund 25 Prozent der Beschäftigten ehrenamtlich, u.a. als Ersthelfer*innen, Gesundheitsmultiplikatoren*innen und Dialogbegleitungen für die eigene Dienststelle tätig sind. Auch von der konzeptionellen Erarbeitung des dritten Projektthemas, der „Einrichtung eines Rollenspieler*innenpools für Personalauswahlverfahren“ durch die Kompetenz-Plus Kollegen*innen, kann die Dienststelle in der späteren Umsetzung direkt profitieren.
Als „Herzstück“ von Kompetenz Plus identifizieren alle Absolventen*innen das Netzwerken. Zwölfmal hatte sich die Gruppe in internen Netzwerken ausgetauscht, koordiniert wurden dabei viele interessante Inputs von bezirklichen Experten*innen zu Führungsthemen, wie z.B. zum bezirklichen Gesundheitsmanagement, Arbeitsschutz oder Wissensmanagement. Pandemiebedingt war der Kompetenz Plus Durchgang für alle Beteiligten besonders. Über die Nutzung neuer, digitaler Formate ist es gelungen, alle Angebote von Kompetenz Plus zu realisieren und mit nur überschaubarer Verspätung zum Abschluss zu kommen.

Monika Herrmann greift in ihrem Statement, die Gruppe ist inzwischen in den luftigen Hofbereich umgezogen, noch einmal ihr im Kompetenz-Plus Auftaktworkshop vertretenes, persönliches Führungsmotto auf. „Wer führen will, muss Menschen mögen!“ Sie schwört den Führungsnachwuchs durch anschauliche Beschreibungen eigener Erfahrungen als Führungskraft auf das von ihr empfohlene „gemeinsame Miteinander“ in der neuen Rolle ein. Der ebenfalls gratulierende Stellvertreter Knut Mildner-Spindler ist seit dem letzten Kompetenz-Plus Durchgang ein aktivierender Multiplikator des Programms. So hatte er in seinem Bereich 2018 ausdrücklich für die Programmteilnahme interessierter Mitarbeiter*innen geworben.