Neben dem alten Jugendzentrum Laiv entsteht seit Ende 2025 ein neues Jugend- und Stadtteilzentrum. 40 Prozent der Gesamtkosten werden aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) gefördert, weitere Mittel werden aus dem Städtebauförderprogramm Nachhaltige Erneuerung zur Verfügung gestellt. Der Wettbewerb wurde aus Fördermitteln des damaligen Landesprogramms „Soziale Infrastrukturmaßnahmen in sozial benachteiligten Quartieren“ gefördert.
Das Jugendzentrum Laiv befindet sich in ehemaligen Lager- und Personalräumen des Grünflächenamtes. Aufgrund der dortigen räumlichen Enge und des schlechten Zustands des Gebäudes ist ein Ersatzbau notwendig. Da gleichzeitig großer Bedarf an Räumen und Angeboten für die Nachbarschaft besteht, wurde der Neubau als multifunktionales Jugend- und Stadtteilzentrum konzipiert. Die Einrichtung wird auch die geplanten neuen Wohngebiete wie das Schumacher Quartier auf dem Gelände des ehemaligen Flughafens Tegel versorgen.
Der Neubau wird Räume für Jugend- und Sozialarbeit, nachbarschaftliches Engagement, Beratung und Freizeitgestaltung bieten, wobei für das Jugend- und für das Stadtteilzentrum getrennte Bereiche vorgesehen sind. Gemeinsam genutzt werden unter anderem ein Veranstaltungssaal und Bewegungsflächen. Im Stadtteilzentrum soll ein Café mit Terrasse angesiedelt werden.
Zu den Eckpunkten der Planung zählten u.a. hohe Anforderungen an nachhaltiges und kreislaufgerechtes Bauen: Die Konstruktionsweise des Holz-Massivbaus wird eine spätere Rückbau- und Wiederverwendbarkeit ermöglichen. Zudem ist der Einsatz von recycelten Baumaterialien vorgesehen. Eine mit einer Photovoltaikanlage kombinierte Erdwärmepumpe wird einen geringen CO2-Ausstoß zur Folge haben. Ein Gründach sowie Rigolen sorgen nach Fertigstellung für die Speicherung von Regenwasser.
Die Jugendfreizeiteinrichtung Laiv wird nach der Fertigstellung des Neubaus abgerissen. Danach werden auf der Fläche die Außenanlagen neu gestaltet.
Im Frühjahr 2025 wurden erste vorbereitende Maßnahmen durchgeführt, darunter die Rodung eines Teils der bestehenden Vegetation. Im vierten Quartal 2025 begann mit dem Aushub der Baugrube die eigentliche Bauphase, sodass 2026 der Rohbau starten kann. Die feierliche Grundsteinlegung erfolgt im April 2026.