Koordinierungsplanung

Koordinierungsplanung

Die Koordinierungsplanung ist seit 2018 ein permanentes informelles Planungsinstrument im Land Berlin zur kontinuierlichen inhaltlichen Abstimmung zwischen den zuständigen Senatsverwaltungen und Bezirksämtern. Ziel ist die Beschleunigung von Planungsprozessen durch eine enge ressort- und ebenenübergreifende Zusammenarbeit zur Synchronisation der in Abhängigkeit stehenden Planungsschritte sowie der Vorklärung projektübergreifender sowie gesamtstädtisch relevanter Planungsknoten. Dabei werden relevante projektübergreifende Klärungserfordernisse identifiziert, strategische und konzeptionelle Vorgehensweisen sowie Strukturen zur Entscheidungsfindung entwickelt. Betrachtet werden dabei die Entwicklungsräume Nordost, West und Südost sowie aus gesamtstädtischer Perspektive sektorale Themen wie Verkehr, soziale bzw. grüne und blaue Infrastruktur.

Entwicklungsräume West / Nordost / Südost mit Handlungsräumen

Management in den Entwicklungsräumen

Das Land Berlin unternimmt besondere Anstrengungen zur Synchronisation und Beschleunigung von Planungsprozessen in den Entwicklungsräumen, in denen sich die gesamtstädtisch bedeutsamen Projekte des Wohnungsbaus, der Gewerbeflächen- und Infrastrukturentwicklung konzentrieren. Die Koordinierungsplanung hat für die in den Entwicklungsräumen Nordost, Südost und West befindlichen Planungen ein „Multiprojektmanagement“ aufgebaut, das die Prozesse der zuständigen Senatsverwaltungen und Bezirksämter zusammenführt. Ein kontinuierlicher Austausch, effiziente Abstimmungsprozesse und eine kooperative Arbeitsweise prägen die ressort- und ebenenübergreifende Zusammenarbeit.

Gesamtstädtisches Kompensationsmanagement

Mit der Bevölkerungsentwicklung Berlins und der damit verbundenen baulichen Weiterentwicklung der Stadt steigt der Bedarf an Kompensationsflächen. Um der Bereitstellung von dringend benötigtem Wohnraum und gleichzeitig den rechtlichen Erfordernissen der Eingriffsregelung gerecht zu werden, wurde mit den Richtlinien der Regierungspolitik der Aufbau eines gesamtstädtischen Kompensationsmanagements beauftragt. Die Entwicklung des gesamtstädtischen Kompensationsmanagements soll als effektiver gesamtstädtischer Steuerungsmechanismus in das Berliner Verwaltungssystem implementiert werden.

Dieses Management umfasst die überschlägige Ermittlung der Eingriffsfolgen und die Sondierung von Kompensationspotenzialen sowie die Unterstützung bei der Identifizierung weiterer Ausgleichsflächenpotentiale. Des Weiteren soll ein transparenter und einheitlicher Zuordnungsmechanismus von gesamtstädtisch bedeutsamen Stadtentwicklungsprojekten auf das Berliner Ökokonto bzw. weiteren Kompensationspotentialen erarbeitet und etabliert werden. Der Aufbau des gesamtstädtischen Kompensationsmanagements wird als kooperativer und ressortübergreifender Arbeitsprozess innerhalb der Berliner Verwaltung verstanden, der die Zusammenarbeit von Bezirken, Senatsressorts, landeseigenen Betriebe und nachgeordneten Behörden voraussetzt.

„Smart Water“ – ein Projekt im Rahmen der Berliner Smart City-Strategie

In Berlin sind die Auswirkungen des Klimawandels insbesondere beim Regenwasser zu spüren. Einerseits im Kontext von Überflutungen und Gewässerbelastungen nach Starkregen und andererseits in Bezug auf anhaltende Hitze und Dürre durch ausbleibenden Regen. Das Planungstool, welches im Rahmen des Smart Water Projektes erarbeitet wird, trägt dazu bei, dass Planungsprozesse wassersensibel und klimaangepasst gestaltet werden. Durch eine umfassende Datenplattform als Grundlage des Tools können Entscheidungen schneller und effektiver gefällt werden. Gemeinsam mit weiteren Projektpartnern ist die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen aktiv an der Erarbeitung des Planungstools beteiligt. Weitere Informationen zum Projekt finden Sie hier.