Der Senat von Berlin hat am 08.04.2025 das Struktur- und Nutzungskonzept für das neue Stadtquartier Blankenburger Süden beschlossen.
Die Erarbeitung des Struktur- und Nutzungskonzeptes (SNK) ist Bestandteil der Vorbereitenden Untersuchungen. Es trifft Aussagen über die langfristigen Zielsetzungen bei der Realisierung des neuen Stadtquartiers, wie etwa die Nutzungsverteilung und die übergeordnete Verkehrserschließung. Auf der Grundlage des SNK werden in den folgenden Jahren städtebauliche Entwürfe entwickelt, die das SNK weiterentwickeln und konkretisieren.
Das SNK wurde nach umfangreicher Grundlagenermittlung und einer vielfältigen Öffentlichkeitsbeteiligung erstmals im Juli 2021 vom Berliner Senat beschlossen. Da sich im Laufe der Zeit die Rahmenbedingungen und städtebaulichen Ziele mehrfach verändert haben, musste auch das SNK seitdem mehrfach überarbeitet werden. Mit dem Senatsbeschluss vom 08.04.2025 liegt nun die abschließende Fassung des SNK vor.
Alle Details zum Struktur- und Nutzungskonzept finden Sie auf unserer Projektwebseite.
Das SNK bildet die Grundlage für die weiteren Schritte zum Abschluss der Vorbereitenden Untersuchungen, die Fortführung der Änderung des Flächennutzungsplans und die Aufnahme der Planungen für den gesamtstädtisch erforderlichen Straßenbahnbetriebshof Nordost. Für die zukünftige Entwicklung des Berliner Nord-Ost-Raumes zwischen Heinersdorf und Blankenburg ist somit ein wichtiger Schritt erreicht worden.
Was sind nun die weiteren Planungsschritte?
Die Vorbereitenden Untersuchungen sollen noch im Jahr 2025 abgeschlossen werden. Bis dahin wird auf Grundlage des SNK ein Fahrplan erarbeitet, wie die Umsetzung der geplanten Baumaßnahmen für den Blankenburger Süden zeitlich koordiniert werden kann. Außerdem wird geprüft, welche Kosten bei der Entwicklung des neuen Stadtquartiers entstehen und eine Empfehlung herausgearbeitet, mit welchen planungsrechtlichen Instrumenten das neue Stadtquartier realisiert werden kann.
Nach Abschluss der Vorbereitenden Untersuchungen werden jeweils für Teilbereiche des neuen Stadtquartiers sogenannte städtebauliche Qualifizierungsverfahren, z.B. städtebauliche Wettbewerbe, durchgeführt. Diese dienen dazu, die übergeordneten Zielsetzungen des SNK zu spezifizieren und konkrete städtebauliche Ideen zu entwickeln, die später die Grundlage für rechtliche Festsetzungen in Bebauungsplänen bilden. Für das Teilquartier Alte Gärtnerei wurde ein städtebaulicher Wettbewerb bereits 2021 durchgeführt, für die Teilfläche Süd (Gewerbegebiet Heinersdorf) findet im Sommer 2025 ein städtebaulich-freiraumplanerischer Realisierungswettbewerb statt und auch für die Teilfläche Nord des zukünftigen Stadtquartiers ist ein städtebauliches Wettbewerbsverfahren geplant.