Drucksache - DS/0858/V  

 
 
Betreff: EA030 - Baumfällungen in der Großbeerenstraße
Status:öffentlich  
 Ursprungaktuell
Initiator:Einwohner*inEinwohner*in
   
Drucksache-Art:Einwohner*innenanfrageEinwohner*innenanfrage
Beratungsfolge:
BVV Friedrichshain-Kreuzberg von Berlin Vorberatung
27.06.2018 
Öffentliche Sitzung der BVV Friedrichshain-Kreuzberg      

Beschlussvorschlag

Ich frage das Bezirksamt:

 

  1. Welche sind die Gründe dafür, dass kürzlich im südlichen Abschnitt der Großbeerenstraße zwischen Hagekberger Straße und Kreuzbergstraße mehrere sehr stabil aussehende große Bäume in bezirklichem Auftrag gefällt wurden?

 

  1. re es nicht möglich, dass eine wie sich jetzt gezeigt hat verstört und ratlos reagierende Anwohnerschaft in solchen Fällen zumindest in der unmittelbaren Umgebung öffentlich informiert wird?

 

 

Beantwortung: BezStR Herr Schmidt

 

zu Frage 1: Die Wurzeln der Bäume haben Fahrbahn und Gehweg ca. 20 cm angehoben, dadurch ist eine Gefahrenstelle entstanden. In Einzelfällen, z.B. im Bereich Bushaltestelle, wurde der Bereich Gehweg und Fahrrad aufgrund dieser Gefahr entsprechend abgesperrt.

Noch mal zur Erläuterung: Die Wurzeln der gefällten Bäume stellten eine akute Gefährdung u.a. für dort verlaufende Wasserleitungen des Straßenverkehrs sowie für parkende Autos dar. Beim Ortstermin durch das Straßen- und Grünflächenamt wurde festgestellt, dass durch die Beseitigung der verkehrssicherheitsgefährdenden Wurzeln die Standsicherheit der Bäume nicht mehr sichergestellt werden konnte. Es kam in diesem Bereich zu Schadensfällen. Die beauftragten Baumpflegefirmen sind angewiesen, insbesondere wenn die Fällungen innerhalb der Vogelschutzzeiten erfolgen, die Belange des Arten- und Naturschutzes umzusetzen. In den betroffenen Bäumen wurden keine Nester oder Habitate seitens der Baumpflegefirma vorgefunden.

 

zu Frage 2: Das SGA führt über Baumfällungen eine sogenannte Informationsliste. Diese wird im Internet veröffentlicht. Die hier in Rede stehende Maßnahme ist ebenfalls in dieser Liste enthalten. Eine darüber hinausgehende Öffentlichkeitsarbeit hierzu ist aus personellen Gründen leider nicht umsetzbar, berichtet mir die Verwaltung. Ich denke, das muss man der Ehrlichkeit halber hier auch dazu sagen, würde das Straßen- und Grünflächenamt im Vorfeld einer Baumfällung, die ja immer ein schmerzhafter Eingriff ist gerade für die Nachbarn, darüber berichten oder informieren, dann befürchtet die Verwaltung wahrscheinlich nicht ganz zu Unrecht, dass es dann zu erheblichen Protestaktionen kommen würde bis hin zu Baumanbindungen und damit quasi das Maß, also das Ausmaß an Aufwand, das hier betrieben werden muss, aber letztlich um eine Verkehrssicherheit herzustellen, ins Unermessliche oder auf jeden Fall nicht mehr vertretbar gesteigert würde.

 

Herr Dr. Enkemann: Ja, eine Frage: Ob an diesen Stellen neue Bäume gepflanzt werden? Die sind zwar zunächst noch klein, aber die werden ja auch größer. In welchem Zeitraum, wenn das der Fall ist, kann man das erwarten?

 

zu Nachfrage 1: Also ich weiß, dass neue Pflanzungen entsprechend der Fällungen vorgesehen sind. Ich kann jetzt leider ad hoc über die Zeiträume nichts sagen, aber die wachsen dann …, es wird ein bisschen dauern, bis sie wieder groß sind.

 

Herr Dr. Enkemann:r jeden Baum drei neue.

 

BezStR Herr Schmidt: Okay, auch eine gute Idee, ja. Ach so, das ist so. Entschuldigung, habe ich …, tut mir leid. Also wir pflanzen, ich wiederhole das nochmal, wir pflanzen …, grundsätzlich gilt die Regel, dass für jeden gefällten Baum drei neue gepflanzt werden sollen. Darüber können wir noch mal berichten. Ich habe es nicht auswendig alles im Kopf ….

 

 
 

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