Auslobung des 11. Silvio-Meier-Preises

Silvio-Meier-Preis

Pressemitteilung Nr. 115 vom 09.04.2026

Der BVV-Vorsteher Werner Heck und die Bezirksbürgermeisterin Clara Herrmann informieren:

In diesem Jahr werden die Bezirksverordnetenversammlung und das Bezirksamt von Friedrichshain-Kreuzberg den Silvio-Meier-Preis zum 11. Mal ausloben und verleihen.

Der Preis trägt den Namen von Silvio Meier, einem leidenschaftlichen Kämpfer für Toleranz, Freiheit und politische Emanzipation und ehrt Einzelpersonen, Gruppen, Initiativen oder Projekte, die sich im Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg aktiv gegen Bevormundung, Entmündigung, Diskriminierung, soziale und kulturelle Ausgrenzung einsetzen oder eingesetzt haben.

Bezirksbürgermeisterin Clara Herrmann: „„Mit dem Silvio-Meier-Preis würdigen wir Menschen und Initiativen, die sich tagtäglich für eine offene, solidarische und vielfältige Stadtgesellschaft einsetzen. Ihr Engagement steht für Mut, Zivilcourage und die klare Haltung gegen Ausgrenzung und Gewalt. Gerade in Zeiten wachsender gesellschaftlicher Spannungen ist dieses Zeichen wichtiger denn je. Wir möchten diejenigen auszeichnen, die Verantwortung übernehmen – für ein respektvolles Miteinander und eine starke Demokratie.“

„Mit dem Silvio-Meier-Preis bezieht die Bezirksverordnetenversammlung Stellung gegen Rassismus, Diskriminierung, Ausgrenzung und jede Form menschenfeindlicher Einstellungen. Auch im Gedenken an die zahlreichen Opfer rechter Gewalt. Dies ist gerade in Zeiten des Erstarkens nationalistischer, rassistischer und faschistischer Bewegungen ein wichtiges Zeichen zur Stärkung und Unterstützung der demokratischen Kräfte in unserem Bezirk.“, so der BVV-Vorsteher Werner Heck.

Geehrt werden die Preisträger*innen am 3. Juli 2026 ab 18 Uhr im Jugendwiderstandsmuseum in der Galiläakirche in Friedrichshain. Damit wird an den von Silvio Meier und der Friedens-, Umwelt- und Menschenrechtsbewegung organisierten „Kirchentag von Unten“ in Ostberlin im Juni 1987 erinnert. Dieser war für Silvio Meier und viele andere Aktivist*innen in der DDR einer der größten politischen Erfolge.

Einzelpersonen, Gruppen, Initiativen oder Projekte, die eine oder mehrere der folgenden Voraussetzungen erfüllen, können sich entweder selbst bewerben oder vorgeschlagen werden.

Voraussetzungen für die Bewerbung:
• aktiver Einsatz gegen soziale Bevormundung, Entmündigung, Diskriminierung, soziale und kulturelle Ausgrenzung im Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg
• herausragende Handlungen oder das Zeigen von Zivilcourage gegenüber rechtsextremistisch und rassistisch motivierter Gewalt oder Aktionen

Formale Voraussetzung:
Die Vorgeschlagenen sind informiert und haben ihre Bereitschaft bekundet, die Auszeichnung anzunehmen. Die Kontaktdaten der Vorgeschlagenen müssen vorliegen.

Bewerbungen und Vorschläge:
• schriftliche Projektbeschreibung und Begründung für die Bewerbung bzw. den Vorschlag
• Bewerbungen/Vorschläge an: silvio-meier-preis@ba-fk.berlin.de
• Bewerbungsfrist: Sonntag, 31. Mai 2026

Hintergrund
Silvio Meier war ein Mensch, der mutig für Freiheit und Demokratie eintrat. Er war in der Friedens- und Menschenrechtsbewegung der DDR genauso aktiv, wie in seinem Engagement gegen Rechtsextremismus. Silvio Meier wurde 1992 im Alter von 27 Jahren von Neonazis erstochen. Mit dem Silvio-Meier-Preis erinnert der Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg an einen couragierten Menschen, der sich leidenschaftlich für Toleranz einsetzte und bezieht klare Position gegen Rechtsextremismus, Rassismus, Ausgrenzung, Diskriminierung und will zu aktivem, gewaltfreien Eintreten für Freiheit, politische und kulturelle Emanzipation unabhängig von Herkunft, Religion, sozialer Stellung oder sexueller Identität ermutigen und entsprechendes Handeln unterstützen und ehren.

Ansprechpartner*innen
Werner Heck
Vorsteher der Bezirksverordnetenversammlung
Telefon: 0176-20320655
E-Mail: werner.heck@ba-fk.berlin.de

Medienkontakt
E-Mail: presse@ba-fk.berlin.de
Telefon: (030) 90298-2843