Die Urbanstraße ist eine wichtige Verkehrsachse für die angrenzenden Quartiere. Allerdings entsprechen die schmalen Gehwege und die beschädigten und zu engen Radwege nicht den Bedürfnissen der heutigen Mobilität und nicht den gesetzlichen Anforderungen. Die Baumscheiben der Straßenbäume sind zu klein.
Über Blücher-/Urbanstraße fährt der wichtige Busverkehr der Linie M 19.
Die Herabstufung der Urbanstraße zur örtlichen Straßenverbindung (Stufe III) im Stadtentwicklungsplan Verkehr 2011 eröffnet nun Chancen zur Neuordnung und Aufwertung des Straßenraums.
Ziele der Neuordnung sind (ohne Gewichtung):
- Verbesserung der Bedingungen für Fußgänger*innen
- Optimierung des ÖPNV (Buslinie M 19) durch Verbesserung an Haltestellen
- sichere und attraktive Radwege nach Mobilitätsgesetz
- Förderung umweltfreundlicher Mobilität: Fuß-, Rad- und öffentlicher Nahverkehr
- verbesserte Bedingungen für Lieferverkehr
- Sicherung des Verkehrsflusses für Rettungsfahrzeuge (Krankenhaus, Feuerwehr)
- Klimaanpassungsmaßnahmen (Entsiegelung, Baumpflanzungen)
Es sind Anreize zu schaffen, dass mehr Menschen auch bei längeren Strecken auf das Fahrrad umsteigen (durch Fahrkomfort und Sicherheit). Eine bessere Radinfrastruktur an der Urbanstraße soll auch zu einer Entlastung der Grünanlagen und Uferwege am Landwehrkanal führen.
Außerdem sollen die Fußverbindungen entlang der sozialen Infrastruktur und der Nachversorgungsangebote attraktiver gestaltet werden.
Um eine umweltfreundliche schnelle und verlässliche Alternative zum motorisierten Individualverkehr zu schaffen, soll gleichzeitig auch der ÖPNV (Busverkehr M 19) gestärkt werden. Die Studie bildet damit eine wichtige Grundlage zur Mobilitätswende.
Für Rettungsfahrzeuge (Krankenhaus, Feuerwehr) muss der Verkehrsfluss gesichert werden, das Vivantes-Klinikum muss gut angefahren werden können. Wichtig ist auch die Schulwegsicherheit für Aziz-Nesin- und Carl-von-Ossietzky-Schule.
Der Umbau soll die Möglichkeiten für Maßnahmen zur Anpassung an den Klimawandel wie Entsiegelung und Baumpflanzungen nutzen.
Die im Dezember 2024 abgeschlossene Machbarkeitsstudie untersuchte mögliche Handlungsspielräume, wie und in welchem Umfang diese Ziele umgesetzt werden können.