Sanierung Hermann-Hesse-Schule (Gymnasium) - Einweihung des Hauptgebäudes

26.08.2019

H.-Hesse-Gymn., Foto Schulgebäude Blick von Süden, 23.9.16
H.-Hesse-Gymn., Foto Schulgebäude Blick von Süden, 23.9.16
Bild: Lichtschwärmer

Der denkmalgeschützte Schulstandort des Hermann-Hesse-Gymnasiums zwischen Böckh- und Dieffenbachstraße wird saniert. Bisher wurde das im Hof liegende Schulhauptgebäude umfassend erneuert.

Die zwischen Böckh- und Dieffenbachstraße liegenden Schulgebäude wurden 1891 bis 1892 nach Plänen von Hermann Blankenstein und Karl Frobenius errichtet. Die denkmalgeschützte Anlage besteht aus dem dreigeschossigen ehemaligen Rektorenhaus an der Dieffenbachstraße, der Turnhalle an der Böckhstraße und dem viergeschossigen Hauptgebäude im Blockinnenbereich. Die Sporthalle wurde im Zweiten Weltkrieg 1945 zerstört und durch einen nun ebenfalls denkmalgeschützten Neubau 1957/58 ersetzt. Auf der gegenüberliegenden Straßenseite in der Böckhstraße 36 befindet sich ein weiteres Unterrichtsgebäude mit zwei Geschossen, errichtet in den 1980er Jahren.

Der Schulstandort weist – mit Ausnahme des unterdessen sanierten Hauptgebäudes – einen starken Erneuerungsbedarf im Gebäude- und Schulhofbereich auf. Die denkmalgerechte Sanierung soll die Gebäudesubstanz erhalten und an die modernen Nutzungsansprüche der Schule anpassen.

Einweihungsfeier:

Bildvergrößerung: Hesse-Gymn., Foto Einweihungsfeier 21.08.2019
Einweihungsfeier in der Aula des Hermann-Hesse-Gymnasiums am 21.08.2019
Bild: Erik-Jan Ouwerkerk

Es hat sich gelohnt! Das Schulhauptgebäude präsentiert sich nach umfangreicher denkmalschutzgerechter Sanierung als moderne, funktionale und zugleich “schöne” Schule, die auch Geschichte erlebbar macht.

Am 21. August bedankte sich das Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg bei der Schule, den Bauarbeiter*innen, den Fördermittelgeber*innen und Projektbeteiligten für ihre Arbeit und das Engagement mit einer feierlichen Einweihung.

Anlässlich der Einweihung des Schulhofgebäudes waren neben dem Bezirksamt die Senatorinnen Lompscher und Scheeres anwesend, um den Beteiligten ihren Dank auszusprechen und sich selbst ein Bild von den bisherigen Ergebnissen der umfangreichen Sanierungsarbeiten des Schulstandorts im Rahmen des Förderprogramms „Städtebaulicher Denkmalschutz“ zu machen. Die Redebeiträge der politischen Vertreter*innen wurden durch ein musikalisches Programm und Danksagungen aus der Schüler- und Elternschaft eingerahmt. Im Anschluss an die Feierlichkeiten wurde die Gäste von der Schulleitung und dem Architekten durch die sanierten Räumlichkeiten des Hofgebäudes geführt. Anschließend wurde das Schulfest durch Frau Scheeres feierlich eröffnet.

Was geschieht aktuell:

Die Sanierung des Schulhauptgebäudes im Hof ist weitgehend abgeschlossen.

Die Schülerschaft und das Lehrpersonal sind nach 2 1/2 jähriger Auslagerung auf die benachbarten Schulen, die wegen der Sanierung notwendig war, zurückgezogen. Das neue Schuljahr hat seit August 2019 in den sanierten Räumlichkeiten begonnen.

Was ist schon passiert:

2010-2011 wurden im Hauptgebäude bereits eine Mensa eingebaut und die Aula sowie die das Unterrichtsgebäude Böckhstr. 36 (auf der anderen Straßenseite) saniert. Die Heizungsanlage wurde auf Fernwärme umgestellt. Diese Maßnahmen wurden im Rahmen des Förderprogramms “Konjunkturpaket II” finanziert.

Für die Sanierung des Schulhauptgebäudes ab 2017 wurden im Programm Städtebaulicher Denkmalschutz Mittel in Höhe von rund 5,5 Mio. € bewilligt.
Zu den Maßnahmen gehörten unter anderem die Fassaden, Fenster und Außentüren zu sanieren oder zu erneuern, barrierefreie Zugänge herzustellen, einen Aufzug anzubauen, die Haustechnik nach neuen Energiestandards zu erneuern sowie die historischen Hofmauer einschl. der Ballfangzäune zu sanieren. Durch die Maßnahmen wird der Standort in seinem Erscheinungsbild deutlich aufgewertet und langfristig gestärkt.
Hinzu kamen Gelder in Höhe von 1,5 Mio. € für den Umbau der naturwissenschaftlichen Fachräume aus der bezirklichen Investitionsplanung.
Die Maßnahmen wurden bis zum Sommer 2019 umgesetzt.

Die Sanierung wurde nach Planungen des Architekturbüros Straub Beutin durchgeführt.

Das Gebäude musste vor der Sanierung komplett frei gezogen werden. Trotzdem musste der Schulbetrieb weitergehen. Die Schülerschaft sowie das Lehrpersonal konnten während der Bauphase auf drei Schulen im Gebiet verteilt werden: die Albrecht-von-Graefe-Schule, das Robert-Koch-Gymnasium und die Lemgo-Grundschule. Die Schulleitung wechselte in das dafür hergerichtete ehemalige Wohndienstgebäude.
Das Planungs- und Umzugskonzept wurde mit der Schulleitung abgestimmt und den Schüler*innen und Pädagog*innen auf einer Schulkonferenz vorgestellt.

Was bleibt zu tun:

Die Sanierung der denkmalgeschützten Schulsporthalle ist geplant. Hierzu wurde eine Bausubstanzuntersuchung durchgeführt, die einen dringenden Erneuerungsbedarf festgestellt hat. Aus der Untersuchung geht hervor, dass u.a. die Sanierung der Fassade, der Sanitärtrakte, der Haustechnik, der Heizungsanlage, die Anschaffung neuer Sportgeräte und ein Einbau von Prallwänden erforderlich ist. Darüber hinaus sollen die Barrierefreiheit des Gebäudes und der Brandschutz verbessert werden.

Die Sanierungspläne für das ehemalige Wohndienstgebäude (Rektorenhaus) an der Dieffenbachstraße 51, das während der Bauphase provisorisch für die Schulleitung hergerichtet wurde, sind noch offen. Dafür wird der Bezirk zunächst eine Studie beauftragen.

Außerdem sollen die überwiegend versiegelten und beengten Außenanlagen bzw. Schulhofflächen in Abstimmung mit der Schule neugestaltet werden.

Bildergalerie Hermann-Hesse-Schule, vor, während und nach der Sanierung

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Städtebaulicher Denkmalschutz

Der Standort Böckhstr. 16 befindet sich im Fördergebiet Urbanstraße, Förderprogramm Städtebaulicher Denkmalschutz.

Die Baumaßnahmen am Schulhauptgebäude wurden aus Fördermitteln Städtebaulicher Denkmalschutz finanziert, insgesamt ca. 5.5 Mio €.
Link zum Förderprogramm Städtebaulicher Denkmalschutz