Zuwendungen

Durch das Amt für Soziales in Friedrichshain-Kreuzberg wurden 2020 Zuwendungen in Höhe von ca. 4,7 Millionen € bewilligt.
Zuwendungen sind gemäß § 23 Landeshaushaltsordnung Berlin (LHO) freiwillige Leistungen der öffentlichen Hand an Stellen außerhalb der Verwaltung zur Erfüllung bestimmter Zwecke an denen ein erhebliches Interesse Berlins besteht und die sachgerechte Erfüllung der übertragenen Aufgaben gewährleistet ist.
Die Ausgaben sind zweckgebunden und für verschiedene soziale Projekte bestimmt, wie zum Beispiel:
• Förderung von kieznahen Angeboten im sozialen Bereich durch freie Träger
• Seniorenbezogene Angebote der Bezirke außerhalb von Seniorenfreizeitstätten
• Versorgungs- und Beratungsangebote für Wohnungslose und andere Menschen in Notsituationen durch freie Träger
• Schuldner- und Insolvenzberatungen
• Freiwilligenagentur und Freiwilliges Engagement in Nachbarschaften
• Mietrechtliche Bürgerberatungen
• Allgemeine unabhängige Sozialberatungen
• Notübernachtungen im Rahmen der Berliner Kältehilfe
• Integrationsprojekte
Die Zuwendungen werden an juristische Personen, die gemeinnützig arbeiten, wie z.B. Vereine, GmbH, Kirchengemeinden, Genossenschaften und Stiftungen ausgezahlt.
In der Transparenzdatenbank finden Sie sämtliche juristische Personen, die Zuwendungen des Landes erhalten bzw. erhalten möchten. Angaben zur jeweiligen Höhe der Zuwendungen entnehmen Sie bitte der zentralen Zuwendungsdatenbank.

Neuigkeiten von den Zuwendungsprojekten

Freiwilligenagenturen Berlin Gründung Vorstand

LAGFA Gründung

Vereinsgründung der LAGFA Berlin – Landesarbeitsgemeinschaft der Freiwilligenagenturen in Berlin

Berlin, 16.09.2021 Mit erhobenen Gläsern stoßen Vertreter*innen von elf Berliner Freiwilligenagenturen aus sieben verschiedenen Trägern an diesem spätsommerlichen Vormittag im Garten des Nachbarschaftshauses
Urbanstr. e.V. auf die Gründung ihres neuen Vereins an. „Toll, dass wir jetzt eine Struktur haben, mit der wir selbst Projekte umsetzen und das freiwillige Engagement gemeinsam noch besser fördern können“, findet die frisch gewählte Vorständin Andrea Brandt, Leiterin der Willma FreiwilligenAgentur Friedrichshain-Kreuzberg.
Sie gehört zu jenen Agenturen, deren Mitarbeiter*innen sich bereits 1998 zu einer Arbeitsgemeinschaft zusammengeschlossen haben, um sich zu vernetzen und über das damals noch recht neue Feld des Freiwilligenmanagements fachlich auszutauschen. Susanne Eckhardt aus der Landesfreiwilligenagentur Berlin, ebenfalls neue Vorständin, stimmt ihr zu. Beide waren zuletzt auch Sprecherinnen der LAGFA ohne Vereinsstatus. Sie kennen die langwierigen Wege durch Politik und Verwaltung, bis sich die Überzeugung durchsetzte, dass es sich lohnt, eine das Bürgerschaftliche Engagement unterstützende Infrastruktur auf- und auszubauen. Seit dieser Legislaturperiode erhalten die bezirklichen Freiwilligenagenturen deshalb Fördermittel vom Land Berlin und ihrem jeweiligen Bezirk.
Erst Anfang Juli 2021 feierten die bezirklichen Freiwilligenagenturen mit einer Aktion am Brandenburger Tor, dass es nun endlich in jedem Bezirk eine Anlaufstelle gibt, die Berliner*innen zu Engagementmöglichkeiten und deren Rahmenbedingungen berät. Während der Corona-Pandemie hatten sie gerade erst bewiesen, wie schnell sie Hilfesuchenden aus den Nachbarschaften Freiwillige vermitteln konnten, die sie unterstützen.
Heute sind neben Friedrichshain-Kreuzberg und der Landesfreiwiligenagentur auch Vertreter*innen aus Pankow, Lichtenberg, Marzahn-Hellersdorf, Reinickendorf, Spandau und den überbezirklichen Freiwilligenagenturen der Diakonie Charisma und Gute Tat erschienen. In Kürze werden wohl auch weitere Freiwilligenagenturen dem Verein beitreten, die heute nicht kommen konnten, aber schon Interesse angemeldet haben. Sie alle wissen, wie wichtig eine starke Zivilgesellschaft ist, und haben gemeinsam das Ziel, Engagement noch sichtbarer und stärker zu machen.

Entwicklung und Etablierung des Stadtteilzentrums F1 am Mehringplatz im Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg

Das Projekt zur Entwicklung und Etablierung des Stadtteilzentrums F1 am Mehringplatz im Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg (Kurzbezeichnung: Beauftragte F1) der Stiftung Unionhilfswerk Berlin hat das Ziel, die Friedrichstr. 1 zu einem für alle Anwohner:innen offenen und inklusiven Stadtteilzentrum der nachbarschaftlichen Begegnungen, der Beratung und Unterstützung und der offenen Räume zu entwickeln und zu etablieren. Gemeinsam mit den auch bereits ansässigen Projekten und Initiativen, den Anwohnenden und den relevanten Akteuren im Sozialraum werden Unterstützungs- und Freizeitangebote (weiter-)entwickelt. Dabei sollen auch mögliche Perspektiven für neue Angebote eröffnet und ausprobiert werden. Maßgebliches Ziel ist es, die Entwicklung des im Kiez bisher als „Inti-Haus“ bekannten Objektes zu einem Stadtteilzentrum für den Prognoseraum Kreuzberg-Nord zu befördern. Dazu gehört neben der Entwicklung einer Marke auch die Vernetzung mit bereits im Prognoseraum bestehenden Stadtteil- und Nachbarschaftsangeboten sowie die akzentuierte Beförderung inklusiver Angebote im Rahmen der sozialraumorientierten Umsetzung des Bundesteilhabegesetzes.
Die Stärkung der Anwohner:innen durch aktivierende Beteiligung und freiwilliges Engagement sowie das Empowerment der derzeitigen und künftigen Vereine und Initiativen im F1 sind handlungsleitend für das Projekt. Die Beauftragte baut auf die vielen Vorerfahrungen, Ideen und Expertisen im Sozialraum auf und stärkt alle, die sich eine positive Entwicklung des Hauses und einer gelebten Nachbarschaft wünschen. Das Projekt setzt sich für eine lebendige Nachbarschaft und soziale Teilhabe ein und wird sich, wo es möglich ist, für die Sanierung des Hauses einsetzen.
Das Projektteam F1 umfasst eine Beauftragte für das Stadtteilzentrum F1 mit einem Stellenumfang von 35 Wochenstunden und perspektivisch eine Freiwilligenkoordinatorin mit 5-10 Wochenstunden.
Das Projekt läuft vom 01.06. bis 31.12.2023 und wird in 2021 mit einer bezirklichen Zuwendung in Höhe von 40.000 € gefördert. In den beiden Folgejahren ist eine Zuwendung von jährlich 75.000 € vorgesehen.
Die Beauftragte F1 ist ein Projekt des Freiwilligenmanagements der gemeinnützigen Stiftung Unionhilfswerk Berlin. Das Freiwilligenmanagement ist eine Service- und Infrastruktureinrichtung zur Stärkung des freiwilligen und ehrenamtlichen Engagements im UNIONHILFSWERK. Seit 2003 setzt es vielfältige Projekte zur Engagementförderung und zum Empowerment um. Es bietet Informationen, Beratung und unterstützt Interessierte dabei, ein passendes Engagement zu finden. Auch die Organisation von Austausch, Vernetzung, Fortbildungen der rund 900 Engagierten und eine lebendige Anerkennungskultur gehören zu den Arbeitsschwerpunkten. Zudem setzt sich das Freiwilligenmanagement im Unionhilfswerk-Verbund wie auch berlinweit durch Lobbyarbeit für engagementfreundliche Rahmenbedingungen ein.

Kontakt:
Stiftung Unionhilfswerk Berlin
Clara Emmeluth-Schmöe, Beauftragte F1, mobil: 0178-6531120, clara.emmeluth-schmoee@unionhilfswerk.de
Daniel Büchel, Projektleiter Freiwilligenmanagement, Tel. (030) 41726-103, daniel.buechel@unionhilfswerk.de
Projektbüro Freiwilligenmanagement: Mühsamstr. 33, 10249 Berlin-Friedrichshain (ab Dezember 2021: Schwiebusser Str. 18, 10965 Berlin-Kreuzberg)
F1@unionhilfswerk.de
www.unionhilfswerk.de/engagement

Projektflyer F1

  • Flyer Projekt Unionhilfswerk Stadtteilzentrum Friedrichstr. 1

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