Stadtteilkoordination Friedrichshain

Stadtteilkoordination Friedrichsahin Fröhlich, Richter, Sperlich

Monika Fröhlich, Stefanie Richter und Miriam Sperlich

Was läuft in Friedrichshains Kiezen? Welche Bedarfe und Wünsche haben die Nachbarschaften? Wo können Angebote ausgebaut werden? Welche Planungen gibt es im Bezirksamt? Mit diesen Fragen beschäftigen sich seit einem Jahr die neu eingesetzten Stadtteilkoordinatorinnen Stefanie Richter und Miriam Sperlich.

Friedrichshain, Karl-Marx-Allee

Besserer Informationsfluss zwischen Verwaltung und den Kiezen

Monika Fröhlich ist als Regionalkoordinatorin für Friedrichshain in der Organisationseinheit Planung und Koordinierung des Bezirksamtes die Schnittstelle zu den Stadtteilkoordinator*innen. Sie ist seit dem vorigen Jahr im Bezirksamt und hat in ihrer Funktion in der Sozialraumorientierten Planungskoordination die bezirksweite Einführung der Stadtteilkoordinationen mit auf den Weg gebracht.

Nun betreut sie die beiden Friedrichshainer Regionen Ost und West und baut gemeinsam mit den Stadtteilkoordinationen den Informationsfluss zwischen den verschiedenen Bereichen der Verwaltung und den Kiezen auf. Auch für den Ortsteil Kreuzberg gibt es eine Regionalkoordination und Stadtteilkoordinationen.

Bersarinplatz

Neue Schnittstellen in die Verwaltung hinein.

Unterschiedliche Perspektiven einbeziehen

Gemeinsam bilden Regionalkoordination und Stadtteilkoordinationen die Brücke zwischen Kiez und Verwaltung. Sie sorgen dafür, dass die unterschiedlichen Perspektiven aus den Nachbarschaften in Planungen im Bezirksamt einbezogen werden. Über die Stadtteilkoordinatorinnen ergebe sich eine bessere Kommunikation. „Das gab es vorher so nicht, da haben die Schnittstellen gefehlt.“

Die Zusammenarbeit vor Ort funktioniere sehr gut. Das Bezirksamt meldet sich für Kontakte in den Kiez hinein, etwa bei der Umsetzung der flächendeckenden Verkehrsberuhigung oder bei der Suche nach Standorten für Trinkbrunnen. Anwohner*innen wenden sich mit Fragen an die Stadtteilkoordinatorinnen. Die Stadtteilkoordinatorinnen sind nah an den Bedürfnissen derer, die im Kiez leben, der nachbarschaftlichen Initiativen und den sozialen Einrichtungen: Wo fehlt etwas, wo können Menschen miteinander vernetzt und Ressourcen gebündelt werden?

Spielplatz Friedrichshain

Enger Kontakt zu Iniativen und Gruppen im Kiez

Miriam Sperlich ist Stadtteilkoordinatorin für Friedrichshain Ost

Miriam Sperlich ist seit Juli 2025 die Stadtteilkoordinatorin für Friedrichshain Ost, also für alle Kieze, die östlich der Warschauer bzw. Petersburger Straße liegen. Angestellt ist sie beim Nachbarschaftshaus Urbanstraße.

Ein Büro hat Miriam Sperlich in der Wühlischstraße beim Nachbarschaftsverein W40 gefunden. Das sei ein sehr guter Standort mitten im Kiez mit einem Fenster zur Straße. Dort hängt sie Poster mit aktuellen Informationen auf und wer vorbeikommt, kann sich über Neues aus dem Kiez austauschen.

Eine weitere Anlaufstelle ist für sie das Nachbarschaftshaus RuDi am Rudolfplatz. Dort arbeitet sie oft mit den Kolleg*innen des RuDi und der mobilen Stadtteilarbeit zusammen. Feste Sprechzeiten für die Anwohner*innen hat Miriam Sperlich nicht, sie bewegt sich aber viel im Kiez, wer sich treffen möchte, macht per E-Mail einen Termin aus. Als Stadtteilkoordinatorin hat sie auch engen Kontakt zu Initiativen und Gruppen, die sich für ihren Kiez engagieren.

BSR-Kieztag

Initiativen können bei den Kieztagen einen Stand aufbauen.

Teilnahme an BSR-Kieztagen

Ein erstes Projekt, das Miriam Sperlich vor Ort mit den Initiativen umsetzt, ist die Teilnahme an den BSR-Kieztagen, die in Kooperation von Bezirk und BSR stattfinden.

Die Initiativen können dort einen Stand aufbauen und so mit den Menschen aus der Nachbarschaft ins Gespräch kommen. „Denn zu den BSR-Kieztagen kommen alle Menschen, auch die, die sonst nirgendwo anzutreffen sind. Nicht an Schulen, nicht im Nachbarschaftszentrum und nicht in der Seniorenarbeit. Das ist der Querschnitt der gesamten Bevölkerung, der dort seinen Sperrmüll abgibt.“

Barnimkiez

In beiden Teilen Friedrichshains gibt es nun eine Stadtteilkasse.

Stefanie Richter ist Stadtteilkoordinatorin für Friedrichshain West

Stefanie Richter ist als Stadtteilkoordinatorin für Friedrichshain West bei der Volkssolidarität angegliedert. Seit 2022 ist sie im Stadtteilzentrum Friedrichshain beschäftigt. Bevor sie voriges Frühjahr die Aufgabe der Stadtteilkoordinatorin übernahm, koordinierte sie dort die Angebote mit und für Kinder, Familien und Senior*innen.

Mit der Einführung der Stadtteilkoordinationen gibt es nun in beiden Teilen Friedrichshains eine Stadtteilkasse. In Friedrichshain West konnten schon einige Jahre lang kleinere Projekte niedrigschwellig über die Stadtteilkasse gefördert werden. Seit dem Vorjahr ist das nun auch im Friedrichshainer Osten möglich. Mit der Vergabe von Sachmitteln für kleine Projekte wird das Engagement der Nachbar*innen für den Kiez unterstützt und gefördert.

Forckenbeckplatz

"Die Menschen aus dem Kiez wissen am besten, was ihr Stadtteil braucht."

Bürger*innenjury entscheide über die Mittelvergabe aus der Stadtteilkasse

Über die Vergabe der Mittel entscheidet jeweils eine Bürger*innenjury, die aus engagierten Nachbar*innen besteht und die von den Stadtteilkoordinationen aufgebaut und begleitet wird. „Denn die Menschen aus dem Kiez wissen am besten, was ihr Stadtteil braucht“, erklären Stefanie Richter und Miriam Sperlich. Teilweise sind es eher geringere Beträge, beispielsweise für die Begrünung einer Baumscheibe, die vergeben werden. Manchmal wird auch der maximale Betrag von 500 Euro ausgeschöpft.

In der Jurysitzung stellen sich die Projekte mit einem kurzen „Elevator Pitch“ vor, die Jury stellt offene Fragen und einigt sich anschließend über die Vergabe der Mittel. Im Vorjahr wurden in Friedrichshain 30 Projekte gefördert, beispielsweise ein Jonglierlernprojekt für Kinder und Jugendliche, Workshops zum sparsamen Umgang mit Wasser oder auch, wie Kompost in Gemeinschaftsgärten rattensicher gestaltet werden kann.

Die Jurys seien möglichst divers besetzt, um Teilhabe zu ermöglichen und viele Sichtweisen zusammen zu bringen. Miriam Sperlich: „Der Jury-Prozess ist für alle interessant und bereichernd. Es ist super, zu sehen, wie auf Stadtteilebene Beteiligung ganz praktisch gelebt und umgesetzt wird.“

Alle Informationen finden sich auf der Webseite der Stadtteilkoordination.

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