Stadtteilzentrum Friedrichshain – Eine starke nachhaltige und solidarische Gemeinschaft

Mai Micklisch und Johannes Dumpe, die das STZ Friedrichshain gemeinsam leiten, richten das Haus an den 17 Nachhaltigkeitszielen aus

Mai Micklisch und Johannes Dumpe, die das STZ Friedrichshain gemeinsam leiten, richten das Haus an den 17 Nachhaltigkeitszielen aus

Wenn sich am 22. August 2026 auf dem „Markt for Future die Tore öffnen, präsentiert sich im Garten der Bezirkszentralbibliothek auch das Stadtteilzentrum Friedrichshain (STZ) der Volkssolidarität Berlin. An drei Standorten bietet das neunköpfige Team mit Unterstützung von 40 Ehrenamtlichen Orte der Begegnung, Bewegung und Weiterbildung. Im kurz vor der Fertigstellung stehenden Stadtteilzentrum in der Friedenstraße 32 stehen die 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen im Mittelpunkt des nachbarschaftlichen Miteinanders.

„Unsere Besucher*innen werden hier die Möglichkeit haben, auch im Kleinen dazu beizutragen, dass wir die Klimaziele bis 2030 erreichen“, erklären Mai Micklisch und Johannes Dumpe, die das STZ Friedrichshain gemeinsam leiten und das Haus als solidarisches Gemeinschaftszentrum an den 17 Nachhaltigkeitszielen ausrichten. Das Programm umfasst Angebote, die jeweils auf die unterschiedlichen Ziele abgestimmt sind.

Nach wenigen Schritten über die aufgeräumte Baustelle erreichen beide den großen, hellen Multifunktionsraum mit weißen Pendelleuchten im Erdgeschoss. Hier wird nach der Eröffnung die Kiez-Kantine gut und günstig für volle Mägen sorgen. „Wir wollen in dieser Küche selbst angebautes sowie gerettetes Gemüse verarbeiten. Nach dem Prinzip der Solidarität zahlen Menschen mit wenig Geld auch wenig; wer es sich leisten kann, zahlt mehr.“ Nur einen Schritt weiter stehen bereits nagelneue Geräte im großflächigen Küchenbereich und warten auf ihren Einsatz. Eine separate Spülküche, ein Vorratsraum sowie eigene Waschräume für die Mitarbeitenden sind im Bau so weit fortgeschritten, dass einem baldigen Betrieb nichts mehr im Wege steht.

Mai Micklisch: „Im anliegenden Multifunktionsraum haben wir eine besonders gute Schalldämmung installiert, die dafür sorgt, dass die Besucher*innen gut miteinander ins Gespräch kommen können. Dank der Schalldämmung können sich alle wohlfühlen, da die Akustik so gut ist.“

Hier wird nach der Eröffnung die Kiez-Kantine gut und günstig für volle Mägen sorgen

Hier wird nach der Eröffnung die Kiez-Kantine gut und günstig für volle Mägen sorgen

Eigene Ideen einbringen und Wünsche weiter verfolgen

Das Konzept des STZ ermöglicht den Nutzer*innen eigene Ideen und Wünsche weiterzuverfolgen und umzusetzen: „Unsere Nachbar*innen und ihre Ideen sollen das Herzstück unseres Hauses werden. Wir sind hier, um mit ihnen das umsetzen, was sie wollen,“ erklärt Johannes Dumpe. Damit die Nachbar*innen ihre Ideen möglichst einfach vorstellen können, gibt es die Internet-Seite Vor-deiner-Tuer.de auf der alle Vorschläge eingetragen werden können und auch öffentlich gesammelt werden. Anschließend werden sie mit der Ehrenamtskoordinatorin besprochen und geplant.

Johannes Dumpe: „Auf diesem Weg erreichen uns viele Projektideen und -vorschläge – von* Poetry-Meetings über ehrenamtliche Aktivitäten rund um Recycling und Umweltschutz* bis hin zu Unterstützungsangeboten beim Ausfüllen von Formularen und Anträgen. Auch Gärtnern und handwerkliche Angebote sind dabei – vieles davon ist ausgesprochen kreativ.“

Der Weg durch die Baustelle lässt bereits erahnen, wie die hellen Büroräume und der offene Empfangsbereich bald mit Leben gefüllt sein werden. Ein Raum wird externen Nutzer*innen, etwa einer Mieter- oder Schuldenberatung, zur Verfügung stehen. „Dank eines separaten Eingangs werden – unabhängig von den regulären Öffnungszeiten – Beratungen möglich sein.“ Ein neuer, barrierefreier Fahrstuhl verbindet die Etagen miteinander. Mai Micklisch und Johannes Dumpe nehmen die Treppe.

„Im Untergeschoss befindet sich ein großer Sport- und Bewegungsraum, der dank einer großzügigen Glasfront und des vorgelagerten Senkgartens sehr hell ist. Neben unserem Bewegungsangebot können auf dieser Etage auch kreative Formate wie Töpfern oder Malerei stattfinden.“ Zudem wird es eine Holzwerkstatt mit entsprechenden Maschinen sowie eine offene Werkstatt geben, die den Nachbar*innen zur Verfügung stehen.

Jede Etage des neuen Stadtteilzentrums bietet Raum für kreative Ideen und deren Umsetzung

Jede Etage des neuen Stadtteilzentrums bietet Raum für kreative Ideen und deren Umsetzung

Wie kann ich meinen Kiez mitgestalten?

Im Obergeschoss entsteht unter großen Oberlichtern die Nachbarschaftsküche, die derzeit noch nicht eingerichtet ist. „Im Unterschied zu unserer Kiez-Küche im Erdgeschoss ist dieser Bereich festen Koch- und Backgruppen aus der Nachbarschaft vorbehalten. Hier kann gemeinsam gekocht und im angrenzenden Gemeinschafts- und Seminarraum gegessen werden.“ Der Raum wird an einer großen Tafel bis zu 40 Personen Platz bieten.

Jede Etage des neuen Stadtteilzentrums bietet Raum für kreative Ideen und deren Umsetzung. „Wir greifen auf, was unsere Nachbar*innen sich wünschen. Hier können sie ihre Ideen verwirklichen und andere daran teilhaben lassen. Das ist unser Anspruch in allen Bereichen und zu jeder Gelegenheit.“

Am Samstag, den 12. September, von 14 bis 19 Uhr, sind alle Interessierten zu einem* Mitmachtag unter dem Motto „reinschauen, mitdenken, mitgestalten“* in das noch unfertige Haus eingeladen. Die Gäste werden gebeten, Zimmer- oder Gartenpflanzen mitzubringen, damit die Innenräume und die Außenanlage von Anfang an begrünt und belebt sind.

Wie kann ich meinen Kiez mitgestalten?

Die Angebote im Stadtteilzentrum werden kontinuierlich erweitert. Dafür werden engagierte Menschen aus der Nachbarschaft gesucht. Wer sich freiwillig einbringen möchte oder Unterstützung für eine eigene Idee benötigt, kann sich auf der Website vor-deiner-tuer.de informieren und melden.

Stadtteilzentrum Friedrichshain (STZ) der Volkssolidarität Berlin

Telefon: (030) 403 66 11 27
E-Mail: stz-friedrichshain@volkssolidaritaet.de

Standorte:
  • Frieder, Friedenstraße 32, 10249 Berlin
  • Leihpunkt Frieder, Friedenstraße 34, 10249 Berlin
  • Pauline, Pauline-Staegemann-Straße 6, 10249 Berlin

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Weitere Teilnehmer*innen des „Markt for Future”:
Interkulturelles Nachbarschaftszentrum BAYOUMA-HAUS