a tip: tap e.V. – Umwelt schützen und Geld sparen

Elien Rijnbeek, Kommunikationsmanagerin und Leitungswassertrinkerin gibt viele gute Tipps

Elien Rijnbeek, Kommunikationsmanagerin und Leitungswassertrinkerin gibt viele gute Tipps

Für Elien Rijnbeek, Kommunikationsmanagerin des gemeinnützigen Vereins a tip: tap, ist es eine einfache Rechnung: „200 Liter frisches Trinkwasser aus der Leitung kosten etwa einen Euro. Im Vergleich dazu gibt es 1,5 Liter Mineralwasser in der Flasche im Geschäft.“ Sie rechnet weiter: „Wenn eine Person täglich 1,5 Liter Wasser trinkt, kann ein Drei-Personen-Haushalt im Jahr mehr als 1.000 Euro sparen, wenn statt Flaschenwasser Leitungswasser getrunken wird.“

Zehn feste Mitarbeiter*innen und rund 100 Vereinsmitglieder fördern bundesweit bereits seit 2010 bei a tip: tap e.V. den Leitungswasserkonsum: „Leitungswasser ist eines der am strengsten kontrollierten Lebensmittel Deutschlands – neben dem Spareffekt kommt der Genuss auch der Umwelt zugute“, weiß Elien Rijnbeek. Da es weder verpackt noch transportiert werden muss, wird Plastikmüll vermieden und der CO₂-Ausstoß gemindert.

Mit Materialien, für Kinder ab vier Jahren, stellt a tip: tap e.V. Kita-Einrichtungen eine Projekttasche zur Verfügung

Mit Materialien, für Kinder ab vier Jahren, stellt a tip: tap e.V. Kita-Einrichtungen eine Projekttasche zur Verfügung

Wasserwende - eine wachsene Bewegung

Elien Rijnbeek sagt: „Bequemer geht es fast nicht: Ein Wasserhahn ist immer in der Nähe und liefert zuverlässig Trinkwasser mit angenehm kühler Temperatur.“

Hinter dem Stichwort ‚Wasserwende steht eine wachsende Bewegung, die sich dafür einsetzt, das Bewusstsein für die Ressource Wasser und ihre Wertschätzung zu stärken. Um das Trinken von Leitungswasser im Alltag greifbarer zu machen, engagiert sich ein fein vernetztes Gefüge aus lokalen Wasserversorgern und Akteur*innen für bessere Zugänge zu kostenfreiem Trinkwasser.

Friedrichshain-Kreuzberg liegt in Kooperation mit den Berliner Wasserbetrieben als kleinster Bezirk mit inzwischen 36 Trinkbrunnen berlinweit an der Spitze der kostenlosen Wasserversorgung.

Mit Materialien, für Kinder ab vier Jahren, stellt a tip: tap e.V. Kita-Einrichtungen eine Projekttasche zur Verfügung, mit deren Hilfe sich Inhalte rund um die Themen Klima, Umwelt und Gesundheit spielerisch vermitteln lassen und zum Mitmachen anregen.

Besonders die Handpuppe „Tropfi“ bleibt vielen Kindern im Gedächtnis und unterstützt den Zugang zum Thema.

An der mobilen Wasserbar werden kreative Wassercocktails mit Obst und Gemüse gemixt

An der mobilen Wasserbar werden kreative Wassercocktails mit Obst und Gemüse gemixt

Kreative Wasser-Cocktails an der mobilen Wasserbar

„Mit unserer mobilen WASSERBAR radeln wir dorthin, wo die Menschen sind!“ Hierfür gibt es ein gut ausgestattetes Lastenfahrrad, das sich zu einem Bartresen umbauen lässt.

„Ein rollender Infostand, an dem wir auf Plätzen, Schulhöfen und bei Veranstaltungen Wasser anbieten und beraten. Wir kommen gern mit allen Interessierten ins Gespräch und freuen uns, wenn wir dazu beitragen können, dass wieder öfter am Hahn gezapft wird.“

An der mobilen WASSERBAR findet neben der Beratung auch Aufklärungsarbeit statt: „Oft werden wir gefragt, ob das Trinkwasser hormonbelastet ist. Oder ob Wasser vor dem Trinken gefiltert werden muss.“ Im Gespräch werden Irrtümer aufgeklärt und Tipps gegeben, wo es genaue Informationen über die Qualität des eigenen Leitungswassers gibt. „Die Berliner Wasserbetriebe bieten Analysedaten nach Postleitzahlen an.“

Dort finden sich alle Daten – vom Härtegrad des Trinkwassers über den pH-Wert und die Temperatur bis hin zur genauen Zusammensetzung.

Der runde blau-weiße Aufkleber an Tür oder Fenster bedeutet: HIer kann kostenfrei die eigene Trinkflasche aufgefüllt werden

Der runde blau-weiße Aufkleber an Tür oder Fenster bedeutet: HIer kann kostenfrei die eigene Trinkflasche aufgefüllt werden

Die 10.000ste Refill-Station ist zum Greifen nahe

So wie sich der Verein auf beliebten Radwanderrouten dafür einsetzt, dass Radfahrende – möglichst lückenlos – entlang der Strecken ihre Wasserflaschen kostenfrei auffüllen können, koordiniert er seit Sommer 2023 die deutsche Refill-Initiative. „Inzwischen haben sich in Deutschland über 8.500 Refill-Stationen angeschlossen.“ Erkennbar am runden blau-weißen Aufkleber an Tür oder Fenster, kann dort kostenfrei die eigene Trinkflasche aufgefüllt werden. „Diese Gemeinschaft wächst stetig; wir rechnen damit, im nächsten Jahr die 10.000ste Refill-Station in Betrieb zu nehmen.“

Zu finden sind diese Stationen auch auf der Karte von Morgen. „Anbieter*innen können sich dort eigenständig eintragen und zeigen, dass sie Teil der großen Community sind.“

Gerade bei Sommertemperaturen um die 30 Grad bietet Refill eine Lösung für Hitzeschutz, Müllvermeidung und Trinkwasserversorgung zum Nulltarif: „Wir arbeiten daran, dass möglichst alle ihr Grundrecht auf frisches Wasser öffentlich und unkompliziert nutzen können“, bestätigt Elien Rijnbeek. Dafür sprechen auch die umfangreichen Projekte der Initiative a tip: tap e. V. der vergangenen zehn Jahre.

Wenn sich am 22. August 2026 auf dem „Markt for Future die Tore öffnen, präsentiert sich im Garten der Bezirkszentralbibliothek auch das Team des Vereins a tip: tap e. V.

Weitere Teilnehmende beim Markt for Future:

Mai Micklisch und Johannes Dumpe, die das STZ Friedrichshain gemeinsam leiten, richten das Haus an den 17 Nachhaltigkeitszielen aus

Stadtteilzentrum Friedrichshain – Eine starke nachhaltige und solidarische Gemeinschaft

Das Stadtteilzentrum Friedrichshain (STZ) der Volkssolidarität Berlin präsentiert sich am 22. August 2026, im Garten der Bezirkszentralbibliothek Pablo Naruda anlässlich des "Markts for Future". Weitere Informationen

Marcel Könings, Sozialarbeiter und Leiter des Nachbarschaftszentrums gemeinsam mit Loan Nguyen, Verantwortliche für das Senioren- und Gemeinwesen im Tanzsaal

Rumba, Musik und Beratung im interkulturellen Nachbarschaftszentrum Bayouma-Haus**

Das Begegnungszentrum Bayouma-Haus leistet bereits seit 1995 - mitten im Travekiez an der Frankfurter Allee - wichtige Nachbarschaftsarbeit. Das Bayouma-Haus ist eine Einrichtung der AWO Berlin KV Berlin Spree-Wuhle e. V. und wird durch das Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg gefördert. Weitere Informationen

Ane Esdohr vor der Verbraucherzentrale

Energie sparen leicht gemacht: Kostenlose Beratung für Berliner*innen

Steigende Heizkosten, komplizierte Stromverträge oder Fragen zu Fernwärme und Balkonkraftwerken? Die kostenlose Energieberatung der Verbraucherzentrale Berlin unterstützt Mieter*innen und Eigentümer*innen unabhängig, verständlich und praxisnah beim Energiesparen und Senken der Kosten. Weitere Informationen