Vor etwa 14 Jahren kam Mohidil Shamshidinova mit ihrer Familie nach Berlin gemeinsam mit ihrem Partner und zwei kleinen Kindern im Alter von sieben und vier Jahren. Deutsch war zu diesem Zeitpunkt bereits ihre erste Fremdsprache unter anderem durch ihre Arbeit am Goethe-Institut. Dennoch bedeutete der Neustart in Berlin eine große Umstellung beruflich wie persönlich. Heute arbeitet sie als Bibliotheksleiterin und ist fest im Kiez verankert. Ihre Geschichte steht exemplarisch für viele Lebenswege in Friedrichshain-Kreuzberg und zeigt zugleich, welche Chancen öffentliche Einrichtungen wie Bibliotheken eröffnen können. „Es war eine große Umstellung“, erinnert sich die Bibliotheksleiterin. „Aber eine, die sich bewältigen lässt.“
Schon früh spielte das Lesen eine zentrale Rolle in ihrem Leben. „Ich war ein Bibliothekskind“, berichtet Mohidil Shamshidinova. Bücher waren für sie von Anfang an ein Tor zu verschiedenen Welten. Nach einem Studium im Bereich Journalismus fand sie ihren Weg zurück in die Bibliotheksarbeit dorthin, wo Wissen nicht nur gesammelt, sondern weitergegeben wird. „Ich arbeite sehr gerne mit Menschen und möchte Wissen weitergeben“, betont sie. Diese Haltung prägt ihre Arbeit bis heute.