1970 zog sie nach ihrer Hochzeit mit ihrem Mann nach Friedrichshain, der von hier stammte, und wohnte dort erst am Boxhagener Platz. Geboren und aufgewachsen ist sie in Altglienicke und Adlershof in einem Einfamilienhaus, in dem ihr Bruder bis heute wohnt. Mich hat Friedrichshain zu Anfang sehr verunsichert mit all seinen Eckkneipen. Das war ich alles nicht so gewohnt. Nach der Arbeit bin ich lieber bis zum S-Bahnhof Lichtenberg gefahren und habe mir von dort ein Taxi genommen, weil ich nicht durch den Kiez laufen wollte.“
1987 zog sie, nach zwölf Jahren im Samariterkiez, mit ihrer Familie in ihre aktuelle Wohnung im Ostkreuzkiez und war dort in der Hausgemeinschaftsleitung aktiv. Auch dieses Ehrenamt nahm die Mutter zweier Kinder neben ihrer Vollzeittätigkeit wahr. „Und das obwohl mein Mann im Schichtdienst tätig war.“
Nach dem Mauerfall gründete sie zusammen mit Gleichgesinnten den Mieterverein Friedrichshain. Die Gruppe spaltete sich und wurde einerseits Teil der Mietergemeinschaft und andererseits Teil des Berliner Mietervereins. „So wurde ich die erste Bezirksleiterin des Berliner Mietervereins in Ost-Berlin.“