Als Ansprechperson für die Kund*innen des Jobcenters war er Mediator zwischen der Behörde und ihren Kund*innen. Die Ombudsstelle im Jobcenter wurde 2013 als Pilotprojekt in Berlin geschaffen, das ursprünglich in allen zwölf Bezirken ausgerollt werden sollte. „Damals gab es eine gewissen Aufbruchstimmung für diese zusätzliche Anlaufstelle.“
Berlin wollte die Ombudsstellen als zusätzliche Unterstützung für Jobcenter-Kund*innen damals erproben. Friedrichshain-Kreuzberg war der erste Bezirk, der die Ombudsstelle umsetzte. In anderen Bezirken hat sich das Konzept nicht durchgesetzt.
Die Zentrale der Arbeitsagentur in Nürnberg habe damals Bedenken gehabt. „Aber wir sind einen richtig guten Weg gegangen und konnten damit überzeugen und das war schön.“ Uwe Hilgendag resümiert: „Der Gewinn dieser Ombudsstelle ist unüberschaubar. Sie ist eine echte Bereicherung für alle Beteiligten.“
Im August 2013 nahm er seine ehrenamtliche Tätigkeit als Ombudsmann auf. In den ersten Wochen erreichen ihn über 50 Anrufe am Tag. „Da dachte ich, wenn das so weitergeht, kann das ja heiter werden.“ Aber das Ganze habe sich relativ schnell eingependelt, sodass die Arbeitslast händelbar wurde.