Unten in der Fahrzeughalle, die man per Rutschstange erreicht, stehen die unterschiedlichen Fahrzeuge bereit, die Schuhe der Kolleg*innen meist neben den offenen Türen zum Hineinschlüpfen abgestellt. Zur Fahrzeugflotte der Wache gehören ein Lösch- und Hilfeleistungsfahrzeug, eine Drehleiter mit Korb, ein Notarzteinsatzfahrzeug, drei Rettungstransportwagen, ein Rettungsboot und ein Intensivtransportwagen.
Brandbekämpfung macht einen vergleichsweise kleinen Teil der Einsätze aus. Im Vorjahr hatte die Berliner Feuerwehr 49.489 technische Einsätze und 508.804 rettungsdienstliche. Zu den technischen gehören neben der Brandbekämpfung auch vollgelaufene Keller oder das Öffnen von Wohnungstüren. „Wir sind die helfende Hand – rund um die Uhr.“
Im Jahr 2025 entfielen etwas mehr als 90 Prozent aller Einsätze der Berliner Feuerwehr auf den Rettungsdienst. Viele davon seien keine akuten Notfälle. Nicht immer müssen die Feuerwehrleute schlussendlich medizinische oder technisch eingreifen.
„Manchmal reicht es, wenn wir vor Ort beratend tätig sind. Und manchmal geht’s einfach darum, dass wir Sicherheit ausstrahlen oder Händchen halten. Wir werden regelmäßig zu Situationen gerufen, die die Leute auch allein regeln könnten.“ Gelegentlich rufen Menschen die Feuerwehr, weil sie seit zwei Wochen Zahnschmerzen haben. „Es gibt schon viele Fehlalarme, aber wir lehnen niemanden ab.“ Wichtig sei, bei dichter Lage die Notfälle zu priorisieren. „Wir wollen ja anständig arbeiten.“ Die Feuerwehr sei so etwas wie die letzte Instanz: „Nach uns kommt keiner mehr.“