Sein Lieblingsoutfit, Shorts, Shirt und Schlappen, mache ihm besonders im Winter große Freude. „Wenn ich dann im Hallenbad arbeite und hinter den riesigen Glasscheiben die Menschen draußen in ihren Wintermänteln sehe, muss ich immer grinsen.“ In diesen Augenblicken schaut er an sich herunter und weiß: „Alles richtiggemacht! Für mich ist irgendwie immer Sommer!“
Doch damit ist das Klischee des Bademeisters für ihn schon – fast – beendet: „Das sind glückselige Augenblicke.“ Vorwiegend überwachen die Fachangestellten für Bäderbetriebe, das ist die korrekte Berufsbezeichnung, den Badebetrieb und kontrollieren die technischen Einrichtungen eines Schwimmbades, zum Beispiel die Pumpen, Motoren und die Lüftungsanlage.
Thomas Halle: „Auch mit Chemie müssen wir uns auskennen, denn wir prüfen regelmäßig den Chlorgehalt des Wassers und regeln die Wasserqualität, wenn es nötig ist.“ Zusätzlich wird das Wasser auf Verunreinigungen hin geprüft und der ph-Wert bestimmt. Dabei wird die Wassertemperatur im Auge behalten. Genauso, wie sie sich um die zum Schwimmbad gehörenden Freiflächen und Grünanlagen kümmern.
Über allem steht stets die Sicherheit: „Die unserer Badegäste, und natürlich auch die eigene und die unserer Mitarbeitenden.“ Jederzeit bereit einzuschreiten, wenn jemand von der Längsseite ins Becken springt, Leben zu retten, Wiederbelebungsmaßnahmen durchzuführen, und Erste Hilfe zu leisten bei kleineren Verletzungen. Das Wichtigste: „Wir sind bei Hochbetrieb im Zweifel auf uns allein gestellt, müssen in der Lage sein, Entscheidungen zu treffen. Denn im Ernstfall geht es um Menschenleben.“