Die sichere, barrierefreie und attraktive Gestaltung des öffentlichen Raums, um individuelle Mobilität zu fördern und den sogenannten Umweltverbund (ÖPNV, Rad- und Fußverkehr) als Alternative zum Autoverkehr zu stärken, sei eine große Herausforderung, die alle Bezirke betreffe und die Stadt in Bewegung halte. „So spezifisch die Planung des Fußverkehrs, insbesondere unter den Gesichtspunkten der Schulwegsicherheit, auch sein mag – gibt es immer Raum für Innovation, und neue Ideen.“ Auch sei jeder Standort anders, was die Arbeit noch interessanter mache.
Für Elisa Mattioli Lattanzi bedeutet Fußverkehrsplanung weit mehr, als nur Gehwege zu breiter zu machen oder Zebrastreifen zu markieren. Ihr Ansatz ist, den öffentlichen Raum neu zu denken – aus Sicht derjenigen, die ihn tagtäglich nutzen. Sie betrachtet die Stadt als lebendiges Gefüge, in dem Wege nicht nur Verbindungen darstellen, sondern auch als Begegnungsräume dienen. Ihr Ziel ist es, Nachbarschaften im Maßstab des Menschen zu schaffen und soziale Räume in Zusammenarbeit mit den lokalen Communities zu ko-kreieren, um Barrieren abzubauen, statt einfach neue Verkehrsflächen zu schaffen.
Besonders die Arbeit zugunsten der Schulwegsicherheit liegt ihr am Herzen. „Wenn Kinder sicher und selbstständig zur Schule gehen können, profitieren davon alle – Eltern, Schulen und letztlich das ganze Viertel“, sagt sie. In Zusammenarbeit mit Anwohner*innen, Schulen und engagierten Eltern entstehen so Konzepte, die (die) Sicherheit und Eigenständigkeit der Jüngsten fördern. Regelmäßige Begehungen und Workshops helfen, die tatsächlichen Bedürfnisse aller Beteiligten sichtbar zu machen und passende Lösungen zu entwickeln.