Zahlreiche Berichte zeigen, wie Uigur*innen und andere muslimische Minderheiten – darunter Kasach*innen – dort systematisch unterdrückt werden. Viele von ihnen werden in Gefangenenlagern festgehalten, sind Folter und sexueller Gewalt ausgesetzt und müssen Zwangsarbeit verrichten. Dies betrifft vor allem die Produktion des Grundstoffs für Solarzellen: Polysilizium.
Diese Hintergründe stellen öffentliche Auftraggeber vor die dringende Frage, wie der Bezug von Solarmodulen sozial und ökologisch verantwortungsvoll gestaltet werden kann, ohne die Geschwindigkeit beim PV-Ausbau zu verlangsamen. Das Team Klima und Internationales des Bezirksamts hat es sich deshalb zur Aufgabe gemacht, innovative Beschaffungsstrategien zu entwickeln, die eine zügige und gleichzeitig faire Umsetzung der Energiewende ermöglichen.
Bezirksamt auf Exkursion: Nachhaltige Solarproduktion im Fokus
Beauftragte für Kommunale Entwicklungspolitik Helena Jansen mit Vertreter*innen der Community of Practice Sustainable Solar aus Amsterdam, Köln und vom Städtenetzwerk ICLEI
Bild: ©Helena Jansen
Die Umstellung auf erneuerbare Energien ist für unsere Zukunft unverzichtbar. Für Friedrichshain-Kreuzberg – wie für ganz Berlin – bedeutet das vor allem, deutlich mehr Photovoltaikanlagen auf den Dächern entstehen zu lassen. Dabei rückt ein globales Problem in den Fokus: Mindestens 80 Prozent der weltweit verwendeten siliziumbasierten Solarmodule stammen aus der Volksrepublik China, das alle Wertschöpfungsstufen dominiert. In manchen Regionen, insbesondere in Xinjiang, sind die Arbeitsbedingungen jedoch alarmierend.