Zu den Hauptaufgaben des fünfköpfigen Teams „Kindertagespflege“ gehören die fachliche Aufsicht der Kindertagespflegepersonen, die Überprüfung der Qualität der Betreuung sowie die Beratung in pädagogischen, rechtlichen, organisatorischen und entwicklungsfördernden Fragen. Regelmäßig führen sie Hausbesuche durch, um sicherzustellen, dass das jeweilige Betreuungsangebot den Bedürfnissen der Kinder gerecht wird. Auch die Eignungsüberprüfung und Qualifizierung neuer Kindertagespflegepersonen im Bezirk läuft über das Jugendamt, ebenso die Ausstellung und regelmäßige Überprüfung der Pflegeerlaubnis. Dazu gehören ein Kinderschutzkonzept, ein ärztliches Attest, ein erweitertes Führungszeugnis und ein Erste Hilfe am Kind-Kurs.
Wichtiger Bestandteil der Arbeit von Marie Kurth und ihren Kolleginnen ist außerdem die Unterstützung und Beratung der Kindertagespflegepersonen in Krisensituationen. Zu den zentralen Herausforderungen des letzten Jahres gehört die sinkende Nachfrage; mittlerweile gibt es in ganz Berlin mehr Angebote für Kinderbetreuungsplätze als von den Eltern nachgefragt werden. „Das liegt einerseits am starken Geburtenrückgang deutschlandweit, andererseits sind die Mieten in Berlin für Familien einfach zu teuer. Viele ziehen außerhalb des Rings, sodass gerade in den innerstädtischen Bezirken die Nachfrage weiter sinkt.“ Manche Einrichtungen müssen schließen oder neue Konzepte entwickeln. Auch dabei steht das Team „Kindertagespflege“ den Fachkräften unterstützend zur Seite. „Es geht auch darum, zu zeigen: Wir sind auf eurer Seite – auch wenn uns natürlich manchmal die Hände gebunden sind. Für die Kindertagespflegepersonen ist das nicht nur ein Job, das ist eine Berufung. Sie arbeiten aus Überzeugung und machen auch dann weiter, wenn es finanziell schwierig wird.“