Bewertet werde beim Vorspiel durch die Jury nicht nur das Spielen selbst, sondern auch die Zusammenarbeit im Team. „Es geht auch um die Beziehung, die man hat und wie man aufeinander achtet“, erklärt Ruby.
Die jungen Musikerinnen haben beide bereits als Kleinkinder mit der musikalischen Früherziehung in der Musikschule Friedrichshain begonnen. Bei Ruby zu Hause steht ein Klavier im Wohnzimmer. „Als ich klein war, habe ich mich immer zu den Erwachsenen gesetzt, die uns besucht und darauf gespielt haben. Dann habe ich meine Hände auf die der Erwachsenen gelegt und so getan, als würde ich selbst spielen. Und dann wollte ich es unbedingt selbst lernen.“ Vier Jahre hat die Elfjährige gewartet, bis sie einen Platz für Klavierunterricht bekam, denn Klavier ist das gefragteste Instrument an der Musikschule in Friedrichshain. Die Wartelisten sind lang. Inzwischen lernt Ruby seit dreieinhalb Jahren Klavierspielen. Seit einem Jahr nimmt sie zusätzlich Gesangsunterricht.
Seit drei Jahren nimmt Ida Instrumentenunterricht. Angefangen hat sie mit Klavier. „Das war aber nicht das richtige Instrument für mich. Eigentlich wollte ich schon, seit ich ein Kleinkind war, Posaune spielen. Ich brauche einfach viel Bewegung.“ Also wechselte die Zehnjährige vor zwei Jahren zur Posaune. Zusätzlich zum Posaunenunterricht an der Musikschule spielt Ida auch im Jugendorchester der Staatsoper. „Meine Lehrerin organisiert das immer alles für mich. Die kennt das alles und fragt mich, ob ich mitmachen will und ich probiere es dann aus.“