Die Saison der Grünberatung läuft von Februar bis Oktober. Lina Below hat die Funktion als Grünberaterin im Februar dieses Jahres von einer Studienkollegin übernommen. Sie hat Gartenbauwissenschaften an der Humboldt-Universität studiert. Sie führt die Beratungen an beiden Standorten, in der Bergmannstraße und in der Boxhagener Straße, durch. Die Anfragen erreichen sie sowohl telefonisch, per E-Mail als auch von Laufpublikum. In der Bergmannstraße gebe es deutlich mehr Menschen, die zufällig vorbeikämen. Am Friedrichshainer Standort kämen die Menschen gezielter, beispielsweise auf Empfehlung aus der Nachbarschaft.
„Wir probieren immer neue Wege, um die Menschen im Bezirk auf unser Angebot aufmerksam zu machen.“ So nimmt das Team beispielsweise an Ökomärkten teil, oder präsentiert sich auf dem „Markt for Future“ der Bezirkszentralbibliothek, der im Juli stattfindet. Vieles laufe zudem über Mundpropaganda.
Menschen unterschiedlichen Alters kommen zur Beratung. Sie alle verbinde ein Interesse an Natur und Umwelt. „Es gibt Einzelkämpfer, die allein ihren Hinterhof umgestalten wollen, aber meistens kommen Gruppen von Menschen, die sich gemeinsam einsetzen.“
Die Projekte hätten sehr unterschiedliche Geschwindigkeiten. „Dafür gibt es viele unterschiedliche Faktoren, eine große Hürde ist aber häufig die Einverständniserklärung des Hauseigentümers.“ Bei Eigentümergemeinschaften sei es teilweise einfacher, diese Einverständniserklärung zu bekommen als bei Hausverwaltungen, die hier zögerlich agierten. Der*die Hauseigentümer*in verpflichtet sich, dass die umgestaltete begrünte Fläche für zehn Jahre erhalten bleibt. „Bei Hausverwaltungen besteht immer mal wieder die Sorge, dass die Zusammensetzung der Bewohner in zehn Jahren eine andere ist und sich niemand um den Hof kümmert.“