Nach erfolgreichem Aufwärmen wird der erste Song geprobt. Die Chormitglieder stellen sich im hinteren Teil des Raumes auf und beginnen ohne Notenblätter in der Hand mit dem „Kriminal-Tango“. Die Gruppe singt den Schlager aus den 1950er Jahren komplett a cappella und untermalt die Darbietung mit einzelnen Tanzschritten und Hüftschwung. Für die Zuhörerin klingt das schon perfekt. Man merkt, dass hierfür schon einige Zeit geprobt wurde. Nur bei der Choreografie gibt es noch leichte Unklarheiten in der Gruppe. Die Chorleiterin – Stimmgabel in der Hand – wünscht sich noch: „Leise singen, aber die Spannung halten und gut aufeinander hören. Lächelt ein bisschen, so wird der Klang heller.“ Nach dem dritten Durchgang ist sie zufrieden mit den Sängerinnen. „Wir werden dieses Song ab und an wiederholen, damit wir das Erarbeitete nicht verlieren.“
Der Chor singt vierstimmig. Da viele Stücke für Frauen (vor allem ältere) zu hoch arrangiert sind, lässt Irene Gregor regelmäßig Lieder von ihrem Bruder arrangieren. „Er kennt den Chor und orientiert sich an unseren Fähigkeiten und Stimmumfang.“