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Ergänzende Angebote und thematische Kurse

Künstlerisch, inhaltlich, technisch oder in Auseinandersetzung mit dem Medium: Die thematischen Fotokurse behandeln angewandte Fotografie und Fotokunst und ergänzen unsere Grundkurse um spezifische Themen.

Jenseits der bekannten Welt – Abstraktion in der Fotografie
Schon vor 1900 verließ die Fotografie zum ersten Mal ihrer natürlichen Referenzraum. Kurz danach waren einige Fotografen eifrig dabei zu beweisen, dass die Fotografie als Kanal für visuelle Metaphern und persönlichen Ausdruck dienen könnte und die Fotografie wurde von den konventionellen Erwartungen befreit. Die Mission, die Subjektivität der Fotografie zu betonen, begann Anfang des 20. Jahrhunderts und hat sich bis heute weiterentwickelt und durchgesetzt. In diesem Kurs werden die Teilnehmenden durch Theorie und Praxis Ideen und Methoden der abstrakten Fotografie lernen, experimentieren und dadurch die Grundlagen für ein selbstständiges Fotoprojekt entwickeln.
FK2.237 Erika Lorenza Babatz
25.08. – 22.09.22, 20 UE
5x Do, 18-21 Uhr
€ 65,00/erm. 39,00
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Körperbilder – Fotografie zwischen Akt und Anzug
Seit jeher beschäftigt sich der Mensch mit seinem Bildnis und dem, was durch dieses Bild ausgedrückt wird. In der intensiven Auseinandersetzung mit dem vielschichtigen Thema wollen wir unseren persönlichen fotografischen Ausdruck finden und in einer eigenständigen Arbeit formulieren. Dazu werden wir an sechs Abenden in gemeinsamen Bildbesprechungen Ideen diskutieren, Bilder auswählen und zusammenstellen. Begleitend dazu werden zeitgenössische Positionen aus Kunst und Fotografie vorgestellt und besprochen. Zwischen diesen Terminen sollen die Teilnehmenden eigene Fotos zum Thema erstellen. An zwei Tagen am Wochenende können wir ein Studio-Setting vor Ort nutzen. Hier haben wir Gelegenheit, vorhandene Ideen konzeptionell umzusetzen oder spielerisch zu experimentieren. Wir können ein Modell mitbringen oder uns gegenseitig unterstützen und sowohl die Rolle des Fotografierenden als auch des Modells einnehmen. So machen wir spannende Erfahrungen und nehmen neue Bilder mit nach Hause. Am Ende des Kurses erhalten die Teilnehmenden ein kleines pdf-Booklet, in dem die entstandenen Arbeiten dokumentiert sind. Fürs Kennenlernen am ersten Kursabend bitte ca. 10 eigene, bereits vorhandene Fotos mitbringen (Prints mind. 13×18 cm und digital auf einem Stick).
FK2.223 Katja Hammerle
01.09. – 13.10.22, 40 UE
6x Do 18-21 Uhr, 1x Sa/So 10-17 Uhr
€ 125,00/erm. 72,00
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Kreative Prozesse in der Fotografie
Kreativität ist erlernbar! Ist Kreativität erlernbar? Wie komme ich in diesen Zustand, der mich die Zeit vergessen lässt, der mich mit Schaffensfreude zu fotografischen Ergebnissen und meinen eigenen Sehweisen führt? Was passiert, wenn ich mein Leistungsdenken, mein Streben nach Perfektion und die Finessen fotografischer Technik beurlaube und mich der Erfahrung öffne, dass mit Leichtigkeit und Mühelosigkeit exzellente Ergebnisse möglich sind? Wenn ich meine Fotografien nicht bewerte und von anderen auch nicht bewerten lasse? Wenn ich Fehler willkommen heiße und sie als bildgestalterische Chance nutze? Nur selten nehmen wir uns die Zeit über unsere eigene Fähigkeit zur Kreativität nachzudenken. Die setzen wir meistens stillschweigend voraus und wenn sie nicht da ist, dann „können wir es eben nicht”? Kreativität hat viel mit subjektiver Wahrnehmung und Achtsamkeit zu tun. Mit dem, was neurologisch täglich durch uns hindurchfließt, uns bewegt, uns energetisch durch den Tag bringt. Der Workshop bietet vielfältige Freiräume, um für sich und in der Gruppe darüber zu reflektieren und gleichzeitig auszuprobieren was Kreativität ist und was sie ermöglicht. Und gibt Methoden an die Hand, um kreative Blockaden aufzulösen und mit Freude die Fotografie als persönliches Ausdrucksmittel zu nutzen.
FK2.239 Edith Maria Balk
07.09. – 14.12.22, 40 UE
10x Mi, 18-21 Uhr
€ 125,00/erm. 72,00
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Experimentelles Portrait mit Bildgestaltung
Das Gesicht, das Portrait ist besonders geeignet, um fotografisch verändert zu werden, weil die Betrachtenden immer nach Bezügen, Charakter und Narration fragen werden. Dies zeigen schon unzählige gemalte Portraits in der Moderne, aber auch schon viele Portraits aus der Frühzeit der Fotografie. Wir wollen in diesem Kurs zunächst mit Studio-Licht, Aufsteckblitz und verschiedenen Mitteln der Komposition versuchen, besonders ausdrucksstarke Portraits zu erstellen. Unter anderen High-Key, Low-Key, hartes Licht, Doppelbelichtung, Bewegungsunschärfe erfordern aber auch in der Nachbearbeitung besondere Mittel. Zudem gibt es mit Photoshop noch die Möglichkeiten von Compositing und Montage. Für die Fotografierenden wie auch die Abgebildeten steht am Ende der Verfremdung und Bearbeitung auch immer die diffizilen Fragen nach Authentizität und Ausdruck. Diesen Fragen wollen wir im Kurs und bei außerhalb des Kurses entstehenden Bildern nachgehen. Voraussetzungen sind Grundwissen in Kameratechnik und Bearbeitung mit Photoshop, und das Interesse am (eigenen und fremden) Portrait verschiedene Ausdrucksmittel zu erkunden.
FK2.221 Klaus W. Eisenlohr
16.09. – 14.10.22, 28 UE
3x Fr 18-21 Uhr, 2x Sa 10-17 Uhr
€ 89,80/erm. 53,40
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Familienbilder – Arbeit mit dem eigenen Fotoarchiv
In diesem Kurs versuchen wir, in unserem Besitz befindliche Familienbilder auf neue Weise zu erschließen: Wie haben meine Eltern, Verwandten, Freunde die Welt gesehen und fotografiert? (Wie) unterscheiden sich meine Erinnerungen mit dem, was ich auf den Bildern entdecke? Wie zeigt sich Familie, Gemeinschaft, Zugehörigkeit in den Bildern und was davon ist mir heute fremd? Welche Bilder vermisse ich, welche Bilder hätte es noch geben sollen? Im Verlauf des Kurses werden wir einige künstlerische Ansätze zum Familienbild kennenlernen. Das (freiwillige) Öffnen unseres Archivs in den geschützten Raum des Kurses ermöglicht uns andere Wahrnehmungen der vielleicht zu vertrauten Bilder zuzulassen. Letztlich kann uns die Beschäftigung mit dem Archiv Impulse für eigene, vielleicht bessere, passendere Bilder geben. Oder wir nutzen den Impuls für eine kreative Aneignung oder Neu-Deutung. Der diesem Kurs zugrunde liegende Familienbegriff wird sehr frei und offen als eine auf längere Zeit angelegte Gemeinschaft verstanden.
FK2.243 Thomas Michalak
21.09. – 07.12.22, 40 UE
10x Mi, 18-21 Uhr
€ 125,00/erm. 72,00
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Fieldrecording mit Sound und Fotografie
Es gibt eine ganze künstlerische Tradition des Fieldrecordings, das heißt von Tonaufnahmen von vorhandenen und erzeugten Sounds im Außenraum. Interessant ist allerdings auch eine Kombination von vor Ort aufgenommenen Sounds zusammen mit Bildern. Die Möglichkeiten dieser Kombinationen und die Komposition von Fotoreihen (als digitale Diashow) mit „Originalsounds“ wollen wir gemeinsam untersuchen und durch einige klassische Texte zu Sound und Bild untermauern; zum Beispiel Eisenstein und Michel Chion zu komplementären Sound und Bild. Gemeinsame Exkursionen, selbst erstellte Aufnahmen und Bearbeitungen und die gemeinsame Diskussion der verschiedenen Arbeitsschritte sollen uns zum audiovisuellen Arbeiten führen. Ziel des Workshops ist die Herstellung einer eigenen digitalen Ton-Bild-Diashow mit Hilfe von freier bzw. kostengünstiger Software für Sound- und Diashow-Bearbeitung. Die Fähigkeit, eigene Bilder zu bearbeiten wird vorausgesetzt.
FK2.245 Klaus W. Eisenlohr
30.09. – 18.11.22, 40 UE
4x Fr 18-21 Uhr, 2x Sa 10-17 Uhr, 1x So 10-17 Uhr
€ 125,00/erm. 72,00
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Studio- und Sachfotografie
Studioarbeit unterscheidet sich grundlegend von allen anderen Arbeitsweisen in der Fotografie. Die Planung und Inszenierung bei Studioaufnahmen verlangt vom Fotografen eine präzise Vorvisualisierung des gewünschten Bildes und damit auch den Einsatz der dafür notwendigen technischen Mittel: welche Lichtart verwende ich, welche Lichtführung, welche Kamera bzw. welches Format setze ich ein, welche Hilfsmittel benötige ich, etc.? Die Studiofotografie verlangt eine genaue Vorstellung von der Wirkungsweise der eingesetzten Mittel, um das gewünschte Ergebnis zu realisieren. In diesem Kurs werden systematisch die wichtigsten Techniken der Studiofotografie zunächst theoretisch vorgestellt und dann bearbeitet. Primär wird mit der KB-Digitalkamera gearbeitet, Mittelformattechniken und Großbildfotografie werden aber erläutert. Mit der klassischen 3-Punkt Beleuchtung im Fotostudio wird ebenso gearbeitet wie mit kreativen Lichtsetzungstechniken bei Portrait- und Sachaufnahmen. Für Sachaufnahmen wird gebeten, geeignete Objekte mitzubringen, für die Portraitaufnahmen können auch eigene Modelle fotografiert werden.
FK2.217 Peter Fischer-Piel
07. – 09.10.22, 20 UE
Fr, 18-21 Uhr; Sa/So, 10-17 Uhr
€ 69,00/erm. 38,50
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Geschichte der Fotografie – Kanon und Diskurse
Der Weg von der Lochkamera bis zur heutigen Digitalkamera wurde nicht nur von bahnbrechenden technischen Innovationen begleitet, er beschreibt auch ein wandelndes Verständnis von Bild, Kunst und Individuum. Entscheidend für ein Verständnis der Geschichte der Fotografie ist ein Bewusstsein für die Strukturen, die Fotografie in den jeweiligen historischen Phasen ermöglicht und in der Gesellschaft verankert hat. Anhand ausgewählter Beispiele verorten wir die heutige Fotografie in der Geschichte der Kunst und Fotografie, zeigen Entwicklungen und Strömungen auf, diskutieren bedeutsame Wendepunkte und befassen uns mit bestimmten Fotografen und Fotografinnen sowie mit Berlin als Schauplatz der Fotografie-Geschichte. Das Verständnis des Kontextes ermöglicht eine bessere Einordnung historischer und aktueller Bilder und schafft Klarheit in der eigenen Positionierung.
FK2.205 Sigrid Schulze
08.10. – 03.12.22, 32 UE
8x Sa, 11-14 Uhr
€ 89,40/erm. 47,80
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Rechtliche Aspekte künstlerischer Fotografie
Der Boom der digitalen Fotografie und die Möglichkeit der unmittelbaren Verbreitung von Bildmaterial im Internet stellt Fotografen und Publizisten vor neue Herausforderungen: wie schafft man Rechtssicherheit bei
Veröffentlichungen und wie verhindert man Abmahnungen oder Prozesse? Wie schützt man sich und sein geistiges Eigentum vor unrechtmäßiger Weiterverwertung? Was bedeuten diese Unsicherheiten für das Selbstverständnis von Fotografen und Dokumentaristen? Und umgekehrt: welche Rechte habe ich als Person, wenn ich plötzlich im Internet auftauche?
Der Workshop spricht die Probleme der aktuellen Fotopraxis an und zeigt anhand von Fallbeispielen auf, wo sich Gefahren verbergen und wie man ihnen begegnen kann. Der Dozent ist kein Jurist. Dementsprechend werden keine expliziten juristischen Gesetze resp. Gesetzestexte herangezogen, sondern Fallbeispiele aus der Praxis und spezielle Gerichtsurteile zitiert.
FK2.213 Peter Fischer-Piel
12. – 13.11.22, 16 UE
Sa/So, 10-17 Uhr
€ 59,00/erm. 31,40
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