Fahrraddiebstahl vorbeugen: Fünf Tipps

Fahrraddiebstahl vorbeugen: Fünf Tipps

Mit einem guten Schloss und der richtigen Anschließtechnik können Radbesitzer Fahrraddiebstahl vorbeugen. ADFC und Schlosshersteller erklären, worauf es ankommt.

Fahrraddiebstahl verhindern

© dpa

Einen hundertprozentigen Schutz gegen Fahrraddiebstahl bietet kein Schloss.

Fahrraddiebstahl hat Konjunktur: Im Jahr 2017 hat die Polizei deutschlandweit mehr als 300.000 Fälle gezählt. Die Aufklärungsquote ist mit etwas über neun Prozent gering. Der Ärger bei den Betroffenen sowie der Aufwand für den Kauf eines neuen Rades und den Schriftwechsel mit der Versicherung hingegen sind oft groß. Mit den richtigen Maßnahmen können Fahrradbesitzer Dieben die Straftat erschweren. Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) sowie die Schlosshersteller Abus und Trelock geben diese Tipps zur Vorbeugung:

1. Abschreckung durch massives Fahrradschloss

Schon der Anblick massiver, schwerer Schlösser kann Diebe abschrecken. Denn diese wollen schnell zum Erfolg kommen, leicht knackbare Modelle ziehen sie an. Ein dünnes Spiralkabelschloss dagegen leistet nur wenig Widerstand: Es ist schnell durchgetrennt, je nach Schloss geht das schon mit leichterem Haushaltswerkzeug.

2. Auf Qualität des Fahrradschlosses achten

Rund zehn Prozent des Fahrradpreises sollte man für das Schloss ausgeben. In Städten mit vielen Fahrraddiebstählen kann es sinnvoll sein, auch günstige Räder mit eher teuren Schlössern zu sichern.

3. Flexibilität erlaubt Anschließen an großen Gegenständen

Panzerkabel-, Ketten- und Faltschlösser sind nicht nur massiv, sondern auch flexibel. Beim Anschließen des Rades lassen sie sich auch um etwas voluminösere Gegenstände wickeln. Das geht bei Bügelschlössern oft nur bedingt. Diese starren Schlösser in U-Form gelten dafür im Allgemeinen als widerstandsfähigster Schutz.

4. Fahrrad zum Schlosskauf mitnehmen

Ein Schloss hilft Radlern nur dann, wenn man es stets dabei hat. Beim Kauf von Bügelschlössern sollte man das Rad mitnehmen, um zu sehen, welche Halterung passt. Denn sehr schwere Schlösser immer im Rucksack zu transportieren, kann mühsam sein.

5. Fahrrad an der richtigen Stelle anschließen

Diebe dürfen das Rad nicht wegtragen können - denn an sicheren Orten knacken sie auch sehr robuste Schlösser. Idealerweise wird das Schloss um das Oberrohr des Fahrrads und zugleich um einen verankerten Gegenstand wie einen Fahrradständer oder Laternenpfahl gewickelt. Liegt das Schloss dagegen auf dem Boden, bietet das Dieben manchmal einen besseren Hebel: Sie können zum Beispiel einen Bolzenschneider auf der einen Seite ablegen und mit beiden Händen den anderen Griff umfassen. In geschlossenen Räumen wie Kellern und Garagen sind Räder besonders sicher. Auch dort schließt man sie aber besser an, falls es Dieben gelingt, sich Zugang zu verschaffen.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: 18. Juli 2018