Der Polizeiabschnitt 41 im Schöneberger Norden ist mit 3,16 km² Gesamtfläche der kleinste Abschnitt Berlins und beherbergt etwa 62.000 Menschen.
Auf relativ kleiner Fläche sind neben vielfältigsten Ladengeschäften diverse gastronomische Betriebe, Spielhallen und Diskotheken ansässig. Besonderer touristischer Anziehungspunkt ist der Wittenbergplatz und die Tauentzienstraße mit dem KaDeWe, als Teil der größten Einkaufsmeile der Stadt, dem “Ku’damm”.
Im Bereich Schöneberg Nord befindet sich die größte zusammenhängende queere Community Europas, welche seit Anfang der 80er Jahre eine starke Anziehungskraft entwickelt hat und über die Grenzen Deutschlands hinaus bekannt ist. Das „Schwul-Lesbische Straßenfest“ lockt in jedem Jahr bis zu 500.000 Menschen an.
Unabhängig von den queeren Kultur- und Communitystrukturen befinden sich in Teilen der Kurfürstenstraße/Potsdamer Straße historisch gewachsene kriminalitätsbelastende Bereiche, darunter insbesondere Formen der Straßenprostitution und Rauschgiftkriminalität. Zur nachhaltigen Bekämpfung dieser Entwicklungen sowie zur Stärkung der Zusammenarbeit zwischen Verwaltung, Wirtschaft, Hilfseinrichtungen, Anwohnenden und der LSBTIQ-Community wurde im Oktober 1997 das Präventions- und Ermittlungsteam (PE/Team) des Abschnitts 41 eingerichtet. Das Team arbeitet auf der Grundlage niedrigschwelliger Gesprächs- und Beratungsangebote und leistet einen wichtigen Beitrag zur Gewalt- und Kriminalitätsprävention. Eine kontinuierliche Vernetzung mit allen in diesem Bereich relevanten Behörden, Institutionen und natürlich mit den Betroffenen ist dabei fester Bestandteil der Arbeit.