In einem Senatsbeschluss wurden bereits 2019 grundsätzliche Planungsziele für die weitere Entwicklung des Gebietes benannt. Diese sind u. a. eine funktionale Mischung aus Wohnen und Arbeiten sowie messeaffinen Nutzungen und grüner Infrastruktur sowie die Vernetzung der vorhandenen, übergeordneten Freiraumstrukturen. Weitere Ziele sind die Neuordnung des Stadtstraßennetzes im Zusammenhang mit der Umgestaltung des Autobahndreiecks Funkturm, der behutsame Umgang mit Baudenkmalen und die Berücksichtigung der Belange des Klimaschutzes und des geförderten und preisgünstigen Wohnraums für eine ausgewogene sozial gemischte Bevölkerung. Zudem hat der Senat im Jahr 2020 für das Gebiet „Stadteingang West“ am AD Funkturm die Durchführung von vorbereitenden Untersuchungen beschlossen. In diesem Zusammenhang wurde eine Vorkaufrechtsverordnung erlassen.
Für die Schaffung von planungsrechtlichen Grundlagen wurde in den Jahren 2022 – 2024 ein EU-weites Vergabeverfahren im Wettbewerblichen Dialog für die Erstellung eines Rahmenplans durchgeführt. Der zu erstellende Rahmenplan nähert sich Fragen der Nutzungsmischung und der baulichen Struktur an und bereitet die notwendigen Änderungen des Flächennutzungsplanes (FNP) vor. Im März 2022 wurden zum Stadteingang West die Änderungsverfahren des Flächennutzungsplans (FNP) „Ehem. Güterbahnhof Grunewald bis Westkreuz und Dernburgstraße“ und „Messedamm/Autobahndreieck Funkturm“ eingeleitet. Der FNP Berlin stellt die zukünftige Entwicklung Berlins in ihren Grundzügen dar. Er zeigt auf, welche Teile des Stadtgebietes z.B. für Wohnen, Gewerbe und Dienstleistungen oder andere bauliche Zwecke genutzt werden oder welche als Grün- und Freiflächen gesichert werden sollen. Weitere Informationen zum FNP finden Sie hier.
Insgesamt wird hiermit die Basis für weitere Planungsschritte wie städtebauliche Konzepte und die Bebauungsplanung gebildet. Eine Realisierung orientiert sich an dem Zeithorizont 2040+.
Mit dem Beschluss des Stadtentwicklungsplans (StEP) Wohnen 2040 durch den Berliner Senat im September 2024 ist der „Stadteingang West“ als eines der 24 Neuen Stadtquartiere benannt worden. Die Neuen Stadtquartiere sind Katalysatoren der wachsenden Stadt und steuern räumlich die gesamtstädtischen Wachstumsprozesse an verschiedenen Orten der Stadt. Vorgesehen ist ein „Neues Stadtquartier“, in dem dringend benötigter Wohnraum, Gewerbe, soziale Infrastrukturen sowie Logistik geschaffen werden. Die Verbindung von Grünflächen mit urbanen Räumen bietet eine hohe Lebensqualität und fördert die soziale Interaktion und Vernetzung der Bewohnerinnen und Bewohner.