Planungsprozess: Auf dem Weg zu einem neuen Stadtquartier

In den Jahren 2022 – 2024 hat ein EU-weites Vergabeverfahren im Wettbewerblichen Dialog mit Beteiligung und Mitwirkung der Öffentlichkeit stattgefunden, welches die Ermittlung von geeigneten Flächennutzungen für das ca. 45 ha große Planungsgebiet „Stadteingang West“ zum Ziel hatte. Die vorangegangenen Voruntersuchungen „Stadtplanerisches Strukturkonzept“ (2019), „Expertise zur visuellen Integrität der Baudenkmale im Bereich des Autobahndreiecks Funkturm“ (2021) und „Verkehrs- und Machbarkeitsuntersuchung hinsichtlich der veränderten Anforderungen an das städtische Straßennetz im Kontext der Planung Ersatzneubau Autobahndreieck Funkturm“ (2023) waren Bestandteil der Aufgabenbeschreibung zum Wettbewerblichen Dialog, auf dessen Grundlage das städtebauliche Konzept entwickelt wurde.

Video: Senatsbaudirektorin Prof. Petra Kahlfeldt erläutert das Verfahren

Stadteingang West: Der Wettbewerbliche Dialog, Dauer: 5:44 min

Formate: video/youtube

Stadteingang West: Der Wettbewerbliche Dialog, Dauer: 5:44 min

Im Ergebnis des Wettbewerblichen Dialogs hat sich das Empfehlungsgremium für das städtebauliche Konzept des Planungsteams Hosoya Schaefer Architects AG und Agence Ter.de GmbH ausgesprochen, die im Jahr 2024 für die Erstellung des Rahmenplans beauftragt wurden. Ihr eingereichtes städtebauliches Konzept mit den festgelegten Grundprinzipen wurde innerhalb der Beauftragung weiterentwickelt und bildete die Basis für den zu erstellenden Rahmenplan.

Das städtebauliche Konzept für den Stadteingang West gestaltet die durch Verkehrsanlagen voneinander getrennten Flächen des Planungsgebietes in fünf Quartiere, die miteinander korrespondieren und vernetzt sind. Ein kontinuierlicher Freiraum wird konzipiert, in den sich kompakte, dichte Stadtkörper einfügen, die im Kontrast zu den grünen umfließenden Freiräumen stehen. Das große Angebot an Brücken und Stegen bietet vielfältige Verbindungen für den Fuß- und Radverkehr untereinander und zu den umliegenden Nachbarschaften. Es bindet die Quartiere in den gesamtstädtischen Kontext ein.

Die städtebaulichen Strukturen bieten eine Balance aus robuster, ortsangepasster Planung und einem qualitätsvollen Städtebau. Der Stadteingang West wird entlang der neuen Lage der Autobahn A 115 durch die historischen Bauwerke (AVUS-Tribüne, Mercedes-Haus, Funkturm und ICC) in veränderter Raumwirkung, eine neue Stadtsilhouette mit entsprechender Hochpunktsetzung am S-Bahnhof Westkreuz und einem Landschaftspark inszeniert. Die neuen Hochpunkte erlauben es, durch ihre Platzierung die historischen Sichtbezüge zu erhalten und gleichzeitig mit der Stadtkulisse an Bahn und Straßen heranzutreten. Verschiedene Naturraumtypen, wie Klimahaine oder Biotopinseln, werden ortsbezogen vorgeschlagen und bilden mit dem öffentlichen Raum ein robustes Gerüst für die weitere Entwicklung.

  • Visualisierung im Planungsbereich Ehemaliger Güterbahnhof Grunewald

    Visualisierung im Planungsbereich Ehemaliger Güterbahnhof Grunewald

  • Visualisierung im Planungsbereich Westkreuz

    Visualisierung im Planungsbereich Westkreuz

  • Städtebauliches Konzept

    Städtebauliches Konzept

  • Übersicht der Quartiere im neuen Stadtquartier Stadteingang West

    Übersicht der Quartiere im neuen Stadtquartier Stadteingang West

Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen

Abteilung I, Stadtplanung
Referat I B, Flächennutzungsplanung und stadtplanerische Konzepte
Abteilung II, Städtebau und Projekte
Referat II A, Innere Stadt und Hauptstadtangelegenheiten