Lage und Historie
Das Plangebiet liegt im Bezirk Treptow-Köpenick, am westlichen Rand des Ortsteils Köpenick. Die Vorhabenfläche ist Teil einer ca. 12 ha großen Sportanlage. Neben dem Stadiongelände, den beiden Trainingsplätzen, die durch den 1. FC Union genutzt werden, befindet sich hier auch eine Ballsporthalle, die durch andere Vereine und Breitensportler genutzt wird.
Die historische Entwicklung des Standortes als Fußballstadion reicht bis ins Jahr 1920 zurück. Die Bezeichnung des Stadiongeländes lässt sich dabei auf das auf dem Gelände befindliche Forsthaus, die „Alte Försterei“, zurückführen. Im Laufe der folgenden Jahre fanden mehrere Umbau- und Erneuerungsmaßnahmen statt. Mitte 2008 starteten die letzten Umbaumaßnahmen des heutigen Stadions. Mit der Unterstützung von 2 000 freiwilligen Helfern wurden neben dem Bau einer Dachkonstruktion und der Sanierung der Rasenheizung auch die Stehränge sowie die umliegenden Funktionsgebäude und die Zäune sowie Geländer saniert. 2012 folgte die 2. Phase der Umbaumaßnahmen mit dem Neubau der Haupttribüne. Da die Herrenmannschaft 2019 in die 1. Bundesliga aufgestiegen ist und sich seitdem auch mehrfach für internationale Wettbewerbe qualifiziert hat, erfüllt das heutige Stadion die entsprechenden Verbandskriterien nicht mehr.
Städtebau
Der wichtigste Aspekt der Planung besteht darin, die Stadionkapazität von aktuell 22 000 auf 34 500 Zuschauer zu erhöhen. In einem zweiten Bauabschnitt beabsichtigt der 1. FC Union den Ausbau der Zuschauerkapazitäten auf 40 500 Plätze. Das Land Berlin unterstützt den 1. FC Union bei diesem Ziel.
Für den Ausbau ist es geplant, die überdachte östliche Stehplatztribüne abzutragen und durch einen neuen überdachten Bau mit zwei Ebenen und flexibel gestaltbaren Sitzplätzen zu ersetzen. Ergänzende Logen und Technikräume werden auch Teil des Tribünenneubaus sein.
Zusätzlich zu dem Tribünenneubau sollen auf dem Stadiongrundstück weitere Infrastrukturen und die Zugangsbereiche neugestaltet und entsprechend der Anforderungen an moderne Stadien ausgebaut werden. Neben den baulichen Ergänzungen und der Aufstockung der Haupttribüne zählen dazu vor allem die Umgestaltung der Zu- und Abgangsbereiche mit Versorgungs- und Sanitäranlagen, der Neubau des Club- und Vereinsgebäudes, der Neubau eines Sozialgebäudes, der Neubau eines Parkhauses sowie eines Parkdecks mit ergänzenden Funktionsbereichen sowie die Neugestaltung der Außenbereiche mit Unterbringung der notwendigen Fahrrad-Infrastruktur.
Bauleitplanung
Die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen hat am 21. September 2018 beschlossen, für das Grundstück An der Wuhlheide 263/265 den vorhabenbezogenen Bebauungsplan mit der Bezeichnung 9-69VE „Stadion An der Alten Försterei“ aufzustellen. Die Veröffentlichung des Aufstellungsbeschlusses erfolgte am 5. Oktober 2018 im Amtsblatt für Berlin Nr. 40 auf der Seite 5506.
Die frühzeitige Beteiligung der Behörden und sonstiger Träger öffentlicher Belange erfolgte vom 10.10.2018 bis einschließlich 02.11.2018. Die frühzeitige Unterrichtung der Öffentlichkeit über die allgemeinen Ziele und Zwecke der Planung gemäß § 3 Abs. 1 BauGB erfolgte in der Zeit vom 15.10.2018 bis einschließlich 26.10.2018. Im Anschluss hat sich die Planung auf die Lösung der Verkehrsanforderungen konzentriert, für die mehrere Maßnahmen zur Ertüchtigung des ÖPNV, des MIV, des Fuß- sowie des Radverkehrs zu prüfen und zu klären waren. Der nächste Verfahrensschritt ist die förmliche Behördenbeteiligung.