Untersuchungsraum Osloer Straße

  • Untersuchungsgebiet Osloer Straße

    Die Osloer Straße auf der Höhe Prinzenallee

  • Untersuchungsgebiet Osloer Straße

    Hohe Umweltbelastungen an den Hauptachsen im Gebiet

  • Panke-Spielplatz, Soldiner Straße

    Panke-Grünzug mit benachbartem Spielplatz auf Höhe der Soldiner Straße

Andersen-Grundschule und Kita Nordbahnstraße 15

Die Andersen-Grundschule steht unter Denkmalschutz

Ausgangssituation

Der Untersuchungsraum Osloer Straße an der nördlichen Grenze des Bezirks Mitte umfasst Teile von Wedding und Gesundbrunnen. Die städtebauliche Struktur ist sehr heterogen. Der Schillerpark und die Gottfried-Röhl-Grundschule im Westen des Untersuchungsgebiets stehen unter Denkmalschutz. Im angrenzenden Schwyzer Kiez hat die landeseigene GESOBAU bis 2025 Wohnungen saniert, aufgestockt und nachverdichtet. An der Koloniestraße, im ganz im Osten gelegenen Soldiner Kiez, liegen Kleingärten, Gewerbegebiete und gründerzeitliche Wohnbebauung direkt nebeneinander. Sowohl bei den großen Verkehrsachsen der Osloer Straße und der Schwedenstraße, als auch bei Nebenstraßen mangelt es an Aufenthaltsqualität.

Die Armutsproblematik im gesamten Untersuchungsraum drückt sich in ungünstigen Werten im Sozialen Monitoring aus. Vor allem in Teilbereichen mit wenigen Grünflächen besteht zudem eine hohe gesundheitliche Belastung mit Lärm, Luftverschmutzung und Hitze. Aufgrund des niedrigen Sozialstatus müssen schulische und außerschulische Einrichtungen einen anspruchsvollen Auftrag erfüllen. Bei der sozialen Infrastruktur gibt es trotz geringer demographischer Veränderungen auch Versorgungsdefizite. Unter anderem muss die Andersen-Grundschule erweitert und mit einer ausreichenden Zahl an Räumen für die Nachmittagsbetreuung ausgestattet werden. Für die benachbarte Kita in der Nordbahnstraße besteht aufgrund der hohen Nachfrage ebenfalls Erweiterungsbedarf. Für den gemeinsam genutzten Standort existiert bereits ein städtebauliches Konzept. Auch für die Gottfried-Röhl-Grundschule im Schillerhöhenkiez ist eine denkmalverträgliche Erweiterung vorgesehen.

Zahlreiche Gebäude in öffentlicher Hand haben das Potenzial, durch energetische Sanierungsmaßnahmen einen wirksamen Beitrag zur Energiewende und zur Klimaanpassung zu leisten. Untersucht werden sollen auch mögliche Maßnahmen zum Niederschlagswasser-Management sowie zu innovativen Versorgungsstrukturen mit erneuerbaren Energiequellen im Rahmen der kommunalen Wärmeplanung.

Basisdaten

Einwohner: 29.071 (31.12.2025)

Fläche: 207,8 ha

Das Untersuchungsgebiet

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Nächste Schritte

Am 18. August 2025 stellte der Senat dem Bezirk Mitte eine Aufnahme des Gebiets Osloer Straße in das Förderprogramm Nachhaltige Erneuerung in Aussicht. Voraussetzung ist die Erarbeitung und Bestätigung eines Integrierten Stadtentwicklungskonzepts (ISEK). Die Entwicklung des ISEK beginnt im März 2026 und wird voraussichtlich bis Februar 2027 abgeschlossen sein. Von Mai bis November 2026 sind verschiedene Beteiligungsformate für Anwohnerinnen und Anwohner sowie Akteure aus Wirtschaft, Verwaltung und Zivilgesellschaft geplant. Ab April 2027 ist ein Beschluss des Bezirksamtes zum ISEK Osloer Straße vorgesehen. Der Senat wird seinen Beschluss zur endgültigen Festlegung der neuen Fördergebiete voraussichtlich im 2. Quartal 2027 treffen.

Erste Finanzierungszusagen für Startermaßnahmen sollen schon im Juli 2027 erteilt werden.

Kontakt

Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen

Birgit Hunkenschroer

Bezirksamt Mitte

Anja Menzel