Bewahren, verbessern, Ressourcen schonen - Die erneuerten Außenflächen der Hannah-Höch- Gemeinschaftsschule im Märkischen Viertel

Eroeffnung des Schulhofs Campus Hannah Hoech im Maerkischen Viertel

Bezirksstadträtin Schrod-Thiel, Bezirksstadtrat Muschner, Bezirksbürgermeisterin Demirbüken-Wegner, Herr Petermann von der Gruppe Nachhaltige Erneuerung und Bezirksstadträtin Korinna Stephan (von links)

Der Campus der Hannah-Höch-Gemeinschaftsschule besteht aus zwei Hauptgebäuden mit vielen Nischen und Vorsprüngen und weiteren Pavillons im strukturalistischen Architekturstil der 1960-70er-Jahre. Die verschiedenen Höfe bieten Platz für Sport und Spiel, zum Gärtnern, Chillen und vieles mehr. Durch die Zusammenlegung der Grund- und der Oberschule wurde das Gelände noch komplexer, Zäune und andere Barrieren versperrten wichtige Verbindungen. Der Zahn der Zeit nagte kräftig an den Spielgeräten, Bodenbelägen und Pflanzungen. Den größten Mangel stellten zu wenig Spielgeräte auf dem Haupthof der Grundschule dar.

Mit Mitteln aus dem Programm Nachhaltige Erneuerung wurde das gesamte Außengelände seit Juli 2023 behutsam überarbeitet. Im Herbst 2024 waren die Arbeiten abgeschlossen und am 14. November feierte die Schule die Fertigstellung zusammen mit der Reinickendorfer Bezirksbürgermeisterin Emine Demirbüken-Wegner, den Bezirksstadträtinnen Julia Schrod-Thiel und Korinna Stephan sowie Bezirksstadtrat Harald Muschner und dem Leiter der Gruppe Nachhaltige Erneuerung bei der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen, Christian Petermann. Trotz des ungemütlichen Wetters wollte man nicht bis zum nächsten Frühjahr warten, denn für die Schule ist die barrierearme und ökologische Umgestaltung des Außengeländes ein wichtiger Meilenstein.

Das neue große Klettergerät im Grundschulteil des Campus Hannah Höch

Das neue Kletterspielgerät

Daher ging der Dank an die Senatsverwaltung für die Bereitstellung der Mittel aus dem Programm Nachhaltige Erneuerung, an die Bezirksverwaltung für die gute Zusammenarbeit und an die ausführende Firma, die die Arbeiten bei laufendem Schulbetrieb immer mit Rücksicht auf die Bedürfnisse der Schule zur großen Zufriedenheit ausführte. Die Schulleitung und die Gäste bedankten sich auch bei den Schülerinnen und Schülern für das Engagement, denn das Konzept hatte das beauftragte Büro Bacher Landschaftsarchitekten zusammen mit Schülerinnen und Schülern und dem Pädagogenteam erarbeitet. Sie stimmten unter anderem gemeinsam über das Farbschema zur besseren Orientierung ab: Pink signalisiert nun Aktivität, Gelb Kommunikation und blaue Akzente verweisen auf ruhige Orte zum Entspannen. Ruhig ging es bei der Einweihungsfeier jedoch keineswegs zu. Nach dem gemeinschaftlichen Durchschneiden des roten Bandes erklommen die Kinder das große Klettergerät mit Rutsche und pinken Akzenten, das sie sich lange gewünscht hatten.

Pergola mit neuen Bänken mit Durchgang zur Mensa des Campus Hannah Höch

Pergola mit neuen Bänken mit Durchgang zur Mensa des Campus Hannah Höch

Rebecca Rößler und Elisabeth Gruenagel von Bacher Landschaftsarchitekten führten im Anschluss über das Gelände und erklärten die Veränderungen, die bis auf das Klettergerät nicht unbedingt auf den ersten Blick offensichtlich sind. Denn die Wünsche der Kinder und Jugendlichen und des Pädagogenteams wurden mit möglichst geringen Eingriffen umgesetzt, um den naturnahen und kreativen Charakter der Flächen zu bewahren. Im Vordergrund standen die Herstellung der Barrierefreiheit und ein nachhaltiger Umgang mit Ressourcen. So wurden Höhenunterschiede ausgeglichen, Stufen und Zäune abgebaut und wichtige Treffpunkte, wie das Amphitheater „Theatron“ saniert. Der beliebte Pizzaofen wurde von dort vor die neue Außenterrasse („Lunch-Arena“) auf die Spielmensa versetzt. So geschah es auch mit vielen anderen Spielgeräten, Sitzgruppen und Kunstwerken, denn die Schule macht ihrer Namensgeberin, der Dada-Künstlerin Hannah-Höch alle Ehre.

Ruhiger Hof mit Birke, Rundbank und Hängematten

Ruhiger Hof mit Birke, Rundbank und Hängematten

Ein Hof des Oberschulteils wurde mit einer Rundbank um eine große Birke und Hängematten ergänzt. Um das Hauptgebäude der Oberschule zieht sich nun ein Asphaltband, um hier barrierefreie Kommunikationsorte und einen Streetballplatz zu ermöglichen. Das ausgebaute Granitsteinpflaster wurde im Grundschulteil wieder verwendet. Die Größeren freuen sich auch über die Chill-Arena, den überdachten Pavillon und eine Handyzone. Am Gebäude wurden widerstandsfähige und insektenfreundliche Stauden und Gräser gepflanzt. Auch eine Blühwiese wurde angelegt. Alle Veränderungen aufzuzählen, die das Gelände zu einem besseren Aufenthaltsort für die Sechs- bis Sechzehnjährigen machen, würde den Rahmen sprengen. Wahrscheinlich wissen es die Schülerinnen und Schüler schon im nächsten Frühjahr selbst nicht mehr, denn die vielfältigen, zweckmäßigen, barrierearmen und grünen Nischen sind vertraut und doch neu und werden hoffentlich lange halten.

  • Die Schulleiterinnen mit Bezirksbürgermeisterin Emine Demirbüken-Wegner, Stadträtin Julia Schrod-Thiel, Bezirksstadtrat Harald Muschner, Christian Petermann und Berit Binder (SGA)

    Die Schulleiterinnen Frau Hauser und Frau Wengler mit Bezirksbürgermeisterin Emine Demirbüken-Wegner, Berit Binder (SGA), Stadträtin Julia Schrod-Thiel, Christian Petermann und Bezirksstadtrat Harald Muschner (v. links)

  • Schultor mit Schriftzug Campus Hannah Höch und Eingang der Oberschule

    Schultor und Eingang der Oberschule

  • Naturnahe Pflanzung am Gebäude, bunte Sitzmöbel und Baumpflanzungen auf dem Campus Hannah Höch

    Insektenfreundliche Pflanzung, selbst gebaute Sitzmöbel und Baumpflanzungen im Oberschulbereich

  • Verschiedene Sitzmöbel unter Bäumen in der Chill-Arena des Campus Hannah Höch

    Die Chill-Arena des Oberschulteils