Mit den Programmjahren 2025 und 2026 endet das Förderverfahren in insgesamt 8 von 16 Gebieten des Programms Nachhaltige Erneuerung (ehemals Stadtumbau). Dies gibt den Anlass für die Weiterentwicklung der Gebietskulisse.
Die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen hat die Auswahl von sechs Gebieten bestätigt, in die zukünftig verstärkt investiert werden soll:- Tegel Süd (Reinickendorf)
- Ostseeviertel (Lichtenberg)
- Osloer Straße (Mitte)
- Pankow Süd (Pankow)
- Marzahn Süd
- Marzahn Ost (Marzahn-Hellersdorf)
Dem Bezirk Marzahn-Hellersdorf war bereits 2023 in Aussicht gestellt worden, das Gebiet Marzahn Süd in die Förderung aufzunehmen. Hierfür wird derzeit das dafür erforderliche ISEK erarbeitet. Auch Marzahn-Ost ist für die Neuaufnahme ins Programm vorgesehen.
Für die Auswahl von weiteren neuen Gebieten, die voraussichtlich mit dem Programmjahr 2027 in die Förderung gehen könnten, wurde 2024 ein Auswahlverfahren durchgeführt. Auf einen Aufruf an die Bezirke zur Meldung von Vorschlägen für neue Gebietskulissen gingen 12 Vorschläge aus zehn Bezirken ein. Acht davon wurden zur Wertung zugelassen und anhand der vorher kommunizierten Auswahlkriterien bewertet. Eine Jury – unter Beteiligung von MitarbeiterInnen der beiden für Stadtentwicklung bzw. für Umwelt zuständigen Senatsverwaltungen sowie von externen Fachleuten des DiFU, der TU Berlin, der Berliner Energieagentur und der Regenwasseragentur – erarbeitete Ende Januar ein Ranking. Das Ergebnis wurde nun von der Senatsverwaltung bekräftigt.
Voraussetzung für den Einsatz der Mittel ist die Erarbeitung und Abstimmung eines Integrierten Städtebaulichen Entwicklungskonzeptes (ISEK), das für jedes Quartier benennen soll, mit welchen Zielen und mit welchen Projekten die Mittel am besten eingesetzt werden können. Die ISEKs müssen zudem durch politischen Beschluss auf Bezirks- und Landesebene bestätigt werden, bevor voraussichtlich im Jahr 2027 die ersten Mittel fließen und mit der Vorbereitung und Umsetzung der ersten Bauprojekte begonnen werden kann.
Dazu sagte Stadtentwicklungssenator Christian Gaebler: „Mit der Städtebauförderung haben wir ein Instrument, um in einem über mehrere Jahre angelegten Entwicklungsprozess, die Wohn- und Lebensbedingungen für Menschen nachhaltig zu erhöhen und ein lebenswertes Zuhause zu schaffen. Mit dem Programm Nachhaltige Erneuerung sollen insbesondere Quartiere unterstützt werden, die benachteiligt sind oder sich in einer Umbruchsphase befinden. Darüber hinaus bietet das Programm die Möglichkeit, Projekte der Klimaanpassung und Energiewende vor Ort umzusetzen, für die an anderer Stelle oft die Finanzierung fehlt. Ich freue mich, dies zusammen mit den Bezirken in den neu ausgewählten Quartieren angehen zu können.“