Draußen schwimmen für alle - die Berliner Bäder-Betriebe eröffnen 2027 das neue Außenbecken am Stadtbad Tiergarten

Baustelle fuer das Außenbecken am Stadtbad Tiergarten

Das Außengelände hat direkten Anschluss an das Hallenbad, kann aber auch allein betrieben werden

Für einen feierlichen Spatenstich war es am 15. April 2026 zu spät, denn das neue Außenbecken für das Stadtbad Tiergarten ist mittlerweile schon viel weiter. Zur Badesaison 2027 soll das lang ersehnte Sommerbadeareal eröffnet werden – das konnte der Vorstandsvorsitzende der Berliner Bäder-Betriebe (BBB), Dr. Johannes Kleinsorg, anlässlich einer Baustellenbesichtigung an diesem Tag zusagen. Der Beweis lag in Form einer 25-Meter langen Stahlwanne vor den Gästen aus der BVV Mitte, dem Bezirksamt und der Presse. Bevor dort aber Wasser eingelassen und die Bahnen abgesteckt werden können, kommen noch eine Kinderplansche und ein elegantes Umkleidegebäude hinzu.

Für die Berliner Bäderbetriebe ist es ein Pilotprojekt, denn ein Hallenbad mit integriertem, aber auch autark nutzbarem Außenbecken gibt es bisher nicht in der Stadt. Von der überdachten Außenterrasse des im Jahr 2024 wiedereröffneten, modernen Stadtbades mit den gläsernen Schiebetüren soll später die Versorgung der Badenden mit Pommes rot/weiß, Eis und Getränken sichergestellt werden. Mitten in Moabit kann man dann für wenig Geld am Schwimmbecken in der Sonne liegen, im Wasser planschen oder sich sportlich verausgaben.

Päne für das Außenbecken am Stadtbad Tiergarten im Fenster der Halle

Innen Badebetrieb, außen Zukunftspläne für das Außengelände, das 2027 eröffnet wird

Nicht zuletzt wegen seiner sozialen Ausrichtung wird das Projekt mit insgesamt 5,9 Mio. Euro aus dem Programm Nachhaltige Erneuerung und aus dem Investitionspakt Sportstätten finanziert, wie Christian Petermann von der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung unterstrich: „Mit diesen Mitteln bauen wir Stadt für alle.“ Schon aus wirtschaftlichen Gründen wurde auch auf Klimafreundlichkeit geachtet: Das Außenbecken soll vorrangig mit Solarthermie beheizt werden. Die Paneele sind schon auf dem Dach der Haupthalle angebracht. Und für das Mikroklima ist die Wasserfläche und das umgebende Grün ebenfalls vorteilhaft.

Seit 2005 sind rund 30 Mio. Euro aus dem Städtebauförderprogramm in das Fördergebiet Tiergarten-Nordring/Heidestraße geflossen, sehr viel davon in Projekte in und um den benachbarten Fritz-Schloß-Park und das Poststadion. Stadtweit bekannt sind z.B. der Skatepark, auch die Calisthenics-Anlage auf dem Vorplatz des Poststadions ist beliebt. Die neuen Flächen sind jederzeit für alle nutzbar, ein großer Gewinn für die Attraktivität des Sport- und Freizeitareals.

Wenn sich die Gäste des Pressetermins im nächsten Jahr zur Eröffnung des Außenbeckens wieder treffen, wird auch die Realisierung des letzten Projekts im Fördergebiet in greifbarer Nähe sein. Es ist der Stadtplatz für das neue Quartier an der Rathenower Straße 16, wo am 16. April das Richtfest für die Wohngebäude gefeiert wurde.

Gelegenheit zur Besichtigung der Baustelle gibt es bereits am 9. Mai 2026 zum Tag der Städtebauförderung.

  • Pola Pollok Architektin, Bezirksstadtrat Ephraim Gothe, Christian Petermann, Drl Johannes Kleinsorg und Benjamin Fritz (von links)

    Für die Fertigstellung des großen Außenbeckens arbeiten alle Akteure eng zusammen: Architektin Pola Pollok, Bezirksstadtrat Ephraim Gothe, Christian Petermann von SenStadt, Dr. Johannes Kleinsorg (BBB) und Bezirksstadtrat Benjamin Fritz (von links)