Die Lehrerin Viola März ist mit dem Erfolg des Workshops sehr zufrieden und von der Gesamtanlage überrascht. Dazu gehört der interessante Forschungsgarten. Hier können Schülerinnen und Schüler in der Pause sich interaktiv mit den Themen Boden, Wasser, Sonne und Licht befassen. Man kann Wasserproben aus dem Teich entnehmen, das Leben auf der Magerrasenfläche untersuchen, den Lebenszyklus von Steinen im Geopark begutachten oder verschiedene Lichtspiele beobachten. „Anfassen und Ausprobieren ist unser Hausmotto und dies gilt auch für das benachbarte Kinderforscher*zentrum HELLEUM I auf dem gleichen Areal“, erläutert Dr. Renger den pädagogischen Ansatz der beiden Einrichtungen. Die Außenanlagen des Kinderforscher*zentrums HELLEUM I wurden übrigens ebenfalls über das Förderprogramm Nachhaltige Erneuerung finanziert. Die
Einrichtung ist seit 2012 in Betrieb und wird von jährlich 5000 Kindern besucht.
Die Arbeit mit dem Observatorium auf dem Dach des „Helleum II“ wird künftig vom „Verein Sternenfreunde Berlin & Brandenburg“ unterstützt. Ursprünglich sollten alle Jugendlichen durch das große Fernrohr in den Himmel schauen dürfen, doch weil der Aufzug nicht bis ganz nach oben fahren kann, wurde ein Remote-Fernrohr angeschafft. „Dies ist über WiFi mit den Rechnern im Helleum II verbunden, sodass dadurch Beobachtungen am Tag und in der Nacht möglich sind. Das Ergebnis ist vergleichbar. Die Jugendlichen können außerdem in den geplanten Abend-Workshops Planeten und Sterne beobachten“, erklärt die Wissenschaftlerin.
Auch wenn der Workshop inhaltlich und didaktisch vollständig ausgearbeitet ist, bleibt er, wie jeder Lernprozess, dynamisch und wird durch die Perspektiven der Teilnehmenden und des Helleum-II-Teams kontinuierlich partizipativ weiterentwickelt. Für die 9. Klasse aus Neukölln war dieser Tag im Nordosten ein besonderer und voller Erkenntnisse. Luka könnte sich jedenfalls vorstellen, nun auch mal zu speziellen Arbeitsgemeinschaften wie „Jugend forscht” am Nachmittag herzufahren. „So weit ist es nun auch nicht. Vom S-Bahnhof Neukölln ist man ja in 30 Minuten da.“
1) Alle Vornamen der Schüler geändert.