Friedrichshain-West: Gartenplanung in der Abendsonne

Mitmachgarten Sara Thiele

Sara Thiele (SCHÖNHERR Landschaftsarchitekten) erklärt an einem sonnigen Septemberabend die Vorentwürfe für den neuen Mitmachgarten.

Diesmal goss es nicht in Strömen, sodass die Anwohnenden und die künftigen Nutzer in dem noch verwilderten Garten Platz nehmen konnten. Macht ja auch viel mehr Spaß, bei schöner Abendsonne über Pflanzen und Beete zu diskutieren. Zu der abendlichen Runde am 24. September hatte das Straßen- und Grünflächenamt zusammen mit der Volkssolidarität Berlin, der Trägerin des „Stadtteilzentrums Frieder“ eingeladen, um über die nun vorliegenden ersten Vorentwürfe zur geplanten Gartengestaltung zu sprechen.

Diese Entwürfe – ausgedruckt auf Plakaten – wurden für die ca. 30 Teilnehmenden gut ersichtlich an den Bauzaun geklammert und durch Sara Thiele von den SCHÖNHERR Landschaftsarchitekten zu Beginn der Veranstaltung vorgestellt. Viele Anregungen aus der ersten Beteiligungsrunde im Juli seien in die Planung eingeflossen. Die gewünschte Pergola, die Sitzelemente auf der Mauer, ein Sandspiel, Beerensträucher und unterfahrbare Hochbeete – alles das konnten sie auf der nur knapp 300 m 2 großen Gestaltungsfläche unterbringen. Und so war es nicht verwunderlich, dass sich im Anschluss an die Präsentation eine rege Diskussion entwickelte. Die Landschaftsarchitekten Markus Schönherr und Sara Thiele und der Gebietsbeauftragte Andreas Richter sowie eine Vertreterin vom bezirklichen Straßen- und Grünflächenamt beantworteten Fragen und nahmen weitere Anregungen auf. Konkret ging es u.a. um die geplante Zaunhöhe von 1,60 m und um die Zugangsmöglichkeit über ein Tor für die Nachbarschaft. Anfragen gab es auch zu den Sitzplätzen auf der Mauer und zu den unterfahrbaren Hochbeeten. Diese könne man vielleicht mit Rollen versehen, um damit eine größere Flexibilität beispielsweise für Events zu erreichen.

Diskussion im künftigen Mitmachgarten

Diskussion im künftigen Mitmachgarten

Einen weiteren großen Raum der Diskussion nahm die Frage der Barrierefreiheit ein. So sollte das Pflaster für Rollstühle und Rollatoren gut befahrbar sein. Außerdem gab es den Hinweis, den Boden für Sehbehinderte farblich und strukturiert zu gestalten.

Nach der regen Diskussion stellte sich die Frage, wie geht es nun weiter? Der Zeitpunkt der Umsetzung ist abhängig von der Fertigstellung des Hochbaus. Wahrscheinlich kann Mitte nächsten Jahres dann mit dem Bau des Gartens begonnen werden. Für Interessierte sind baubegleitend Workshops zur Bepflanzung und Pflege durch die Landschaftsarchitekten geplant. Denn letztendlich soll es ein Mitmachgarten werden.

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