Der Bahnhof Südkreuz hat als größter Fernbahnhof im Süden Berlins mehrere Vorplätze, der Haupteingang liegt jedoch am Hildegard-Knef-Platz. Hier halten die Busse der BVG und des Fernverkehrs, Radfahrer kreuzen und Menschen mit und ohne Gepäck queren den Platz – das alles nicht immer konfliktfrei.
Seit der Bahnhof und sein Vorplatz erbaut wurden, haben sich der Verkehr, das Klima und die umliegenden Quartiere grundlegend gewandelt: Am Südkreuz wächst seit einigen Jahren ein Geschäfts- und Wohnviertel, Rad- und Fernbusverkehr nehmen zu, genau wie die Hitzetage, an denen die Luft über dem Betonpflaster und dem Asphalt flimmert.
Dem Bezirk Tempelhof-Schöneberg und der DB InfraGo AG, die den Bahnhof betreibt, ist es ein Anliegen, Möglichkeiten für eine nutzerfreundliche, verkehrssichere und klimaangepasste Umgestaltung des Hildegard-Knef-Platzes zu finden. Deshalb wurde auf Grundlage der gemeinsamen Kooperationsvereinbarung aus dem Jahr 2023 ein Konzept in Auftrag gegeben, das je zur Hälfte aus dem Programm Nachhaltige Erneuerung und aus Mitteln der DB InfraGo AG finanziert wird. Eines der wichtigsten Prinzipien für das Konzept ist die umfassende Mitwirkung der Anlieger und Hauptnutzer sowie der Öffentlichkeit.