Wettbewerb zur Neugestaltung der Gudrunstraße in Lichtenberg ist entschieden

  • Ausschnitt aus dem Siegerentwurf Gutachten Gudrunstraße, Phase 1, Gudrunstraße Ost

    Ausschnitt aus dem Siegerentwurf Gutachten Gudrunstraße, Phase 1, Gudrunstraße Ost

Gudrun-/ Ecke Volkerstraße

Gudrunstraße/ Ecke Volkerstraße: Die Fahrbahnen sollen im Kreuzungsbereich verengt werden, an der Gudrunstraße sieht das Konzept Schrägparken zwischen Baumpflanzungen vor

Die Gudrunstraße begrenzt das Fördergebiet Frankfurter Allee Nord im Südosten und verbindet den Bahnhof Lichtenberg mit dem historisch bedeutenden Zentralfriedhof Friedrichsfelde und dem Landschaftspark Herzberge. Sie ist teilweise überdimensioniert und für Menschen zu Fuß oder auf dem Rad wenig attraktiv.

Der Bezirk Lichtenberg plant den klimagerechten Umbau der Gudrunstraße. Ziel ist es, die Verkehrsflächen an die tatsächliche Auslastung anzupassen und gleichzeitig Vorkehrungen gegen die Auswirkungen des Klimawandels zu treffen. Dazu führte der Bezirk ein Gutachterverfahren mit drei eingeladenen Büros durch. Interessierte hatten vorab die Möglichkeit, die Entwürfe sowohl online auf mein.berlin.de als auch im Stadtteilzentrum Fanningerstraße einzusehen und Anmerkungen zu äußern. Zwei Vertreter des FAN-Beirats brachten diese Anregungen in das Verfahren ein.

Gudrunstraße zwischen Kriemhild- und Volkerstraße

Die Gudrunstraße zwischen Kriemhild- und Volkerstraße: Hier sind ebenfalls Baumpflanzungen sowie der barrierefreie und überdachte Ausbau der Haltestelle vorgesehen

Am 27. November entschied sich die Vergabejury für den Entwurf der Ingenieurgesellschaft Hoffmann-Leichter. Der Siegerentwurf sieht zur Neuordnung der Verkehrsflächen und zur Integration von wohnungsnahen Grünflächen ein Baukastensystem vor, das abschnittsweise flexibel angewendet werden kann. Das Ergebnis ist ein ausgewogener Kompromiss zwischen den Belangen des Klimaschutzes, der Verkehrssicherheit und dem Erhalt des Stellplatzangebots. Die Neuaufteilung des Querschnitts der Gudrunstraße schafft eine durchgängige Entwässerung über Mulden und Baumscheiben. Eine vollständige Abkopplung von der Kanalisation ist möglich, Hitze wird reduziert und die Aufenthaltsqualität steigt. Baumpflanzungen sorgen für eine durchgängige Verschattung und Kühlung der Straße. Der Dreiecksplatz zwischen Gudrun- und Fanningerstraße wird ökologisch aufgewertet und attraktiver gestaltet.

Gehwegvorstreckungen schaffen Sicherheit. Verschwenkungen der Fahrbahn erzwingen reduzierte Geschwindigkeiten der Kraftfahrzeuge. Gehwegparken wird baulich verhindert. Die Bushaltestellen werden barrierefrei mit Witterungsschutz und Sitzmöglichkeiten ausgebaut.

Aus dem Förderprogramm Nachhaltige Erneuerung wurde das Gutachterverfahren mit 25.000 Euro finanziert. Die weitere Ausarbeitung der Planung beginnt im Frühjahr 2025. Wir informieren rechtzeitig über die Beteiligungsmöglichkeiten.

Am östlichen Ende der Gudrunstraße entstehen zurzeit ebenfalls mit Mitteln aus dem Programm Nachhaltige Erneuerung ein Vorplatz für den Zentralfriedhof sowie ein neuer Spielplatz. Die benachbarte Kita soll zeitnah eröffnet werden.