Brunnenstraße Nord (Bezirk Mitte)

  • Aufenthaltsbereiche entlang Brunnenstraße

    Aufenthaltsbereiche entlang Brunnenstraße

  • Brunnenstraße Ecke Rügenerstraße

    Brunnenstraße Ecke Rügenerstraße

  • U-Bahnhof Voltastraße

    U-Bahnhof Voltastraße

Das ursprüngliche Gründerzeitquartier des Weddings befand sich in den Zeiten der geteilten Stadt in einer Randlage. Heute zeichnet sich das Gebiet „Brunnenstraße Nord“ durch die städtebauliche Entwicklung in den Jahren nach dem Mauerbau aus, geprägt durch Gebäude des sozialen Wohnungsbaus der 1960er und 1970er Jahre, die als Blockrandbebauung entlang der zentralen Brunnenstraße errichtet wurden. Mit dem Mauerfall rückte das Brunnenviertel zurück ins Zentrum der Stadt. Ein städtebaulicher Bruch ist bis heute spürbar.

In der Brunnenstraße besteht eine durchmischte Einzelhandelsstruktur, wobei eher preisorientierte Angebote vorherrschen. Eine starke Verkehrsbelastung und eine geringe Aufenthaltsqualität prägen die Einkaufsatmosphäre. Auch jenseits der Brunnenstraße besteht ein hoher Erneuerungs- und Umbaubedarf im öffentlichen Raum. Hier ist an die Anpassung an den Klimawandel, an Spiel- und Bewegungsmöglichkeiten und an eine fußgängerfreundliche Straßenraumgestaltung zu denken.

Im Laufe des Jahres 2026 werden in dem Fördergebiet die ersten Maßnahmen mit Mitteln aus dem Städtebauförderprogramm „Lebendige Zentren“ umgesetzt. Die Zielsetzung der Maßnahmen, ihre Priorisierung und Ausgestaltung sind im Verlauf der Erstellung des Integrierten städtebaulichen Entwicklungskonzepts (ISEK) entwickelt worden. Daran waren die Gebietsbevölkerung, Fachämter des Bezirks, Träger öffentlicher Belange, Wohnungsunternehmen und zuständige Senatsverwaltungen beteiligt. Der Zeitraum für Konzeptionen, Planungen und bauliche Umsetzungen ist auf 10 Jahre angelegt.

Entwicklungsziele

Als Teil der Erarbeitung des in den Jahren 2024 und 2025 erstellten ISEK ist das Leitbild der Gebietsentwicklung formuliert worden: „Brunnenstraße Nord: Gemeinschaft, Stadtnatur und Vielfalt – miteinander für ein zukunftsorientiertes und lebenswertes Quartier”. In diesem Sinne werden sechs Teilziele verfolgt:

  • Aufwertung des öffentlichen Raums durch eine attraktive Gestaltung, Verkehrsberuhigung und eine Verbesserung der Aufenthaltsqualität;
  • Stärkung der sozialen Infrastruktur durch Ausbau und Vernetzung der sozialen Angebote und Bildungseinrichtungen im Quartier, um Chancengleichheit und Gemeinschaft zu fördern;
  • Förderung nachhaltiger Mobilität durch den Ausbau umweltgerechter Verkehrsformen und die Verbesserung der Schulwegesicherung;
  • Erhaltung und Entwicklung des grünen Charakters durch klimafreundliche Gestaltung und Pflege der Grün- und Freiflächen;
  • Stärkung der Quartiersidentität und Wirtschaft durch gezielte Weiterentwicklung, auch zur Revitalisierung im Einklang mit dem Quartier am Humboldthain;
  • Beteiligung der Bürgerschaft sowie Akteurinnen und Akteure an der Stadtentwicklung zur gemeinsamen Entwicklung bedarfsgerechter Lösungen.

Die Grundlage für die Gebietsentwicklung stellt das Integrierte städtebauliche Entwicklungskonzept (ISEK) dar, das in den Jahren 2024/25 für das Gebiet Brunnenstraße Nord erarbeitet wurde.

Maßnahmen

Startermaßnahmen im Humboldthain

Um Aufenthaltsbereiche im Humboldthain aufzuwerten, wird die vorhandene, marode Ausstattung erneuert. In Abstimmung mit der Denkmalpflege werden punktuell Sitzmöbel, Tische und Abfalleimer ausgewechselt sowie die Pflasterung gerichtet. Auch der Gehölzbestand wird beschnitten und es erfolgen ggf. Nachpflanzungen. Zudem werden die vorhandenen eingezäunten Hundeauslaufflächen entlang der Brunnenstraße und der Gustav-Meyer-Alle erneuert mit neuem Mobiliar und besseren Bewegungsmöglichkeiten für die Hunde.

Grünraum Swinemünder Straße, Vinetaplatz und Stralsunder Straße

Mit der Swinemünder Straße, der Stralsunder Straße und dem Vinetaplatz bestehen durch das Quartier verlaufende Grünachsen. Diese sollen an aktuelle und zukünftige Bedarfe der Nachbarschaft und die Herausforderungen durch den Klimawandel angepasst werden.

Zukunftskonzept Soziokultur

Es gibt im Brunnenviertel einen erheblichen Bedarf an Flächen für sozio-kulturelle Einrichtungen. Es sollen Nutzungsmöglichkeiten im Quartier herausgearbeitet, mögliche Standorte identifiziert und auf Machbarkeit geprüft werden.

Kontakt Bezirksamt

Bezirksamt Mitte von Berlin
Abteilung Stadtentwicklung und Facility Management
Stadtentwicklungsamt
Fachbereich Stadtplanung
Müllerstraße 146
13353 Berlin

Gökçen Kabadayı
Telefon: (030) 9018-45874
Daniel Richtsteig
Telefon: (030) 9018-45791
E-Mail: brunnenstrasse@ba-mitte.berlin.de

Kontakt Gebietsbeauftragte

S.T.E.R.N. Gesellschaft der behutsamen Stadterneuerung mbH
Straßburger Straße 55
10405 Berlin

Thorsten Vorberg-Begrich
Tel.: 030 / 44 36 3 733
E-Mail: brunnenstrasse@stern-berlin.de

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Kontakt

Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen

Mari Pape (IV C 38)