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Räuber vor dem Ertrinken gerettet

Polizeimeldung vom 04.08.2019
Friedrichshain-Kreuzberg

Nr. 1897
Polizisten retteten in der vergangenen Nacht einen Mann vor dem Ertrinken in Kreuzberg. Nach bisherigen Ermittlungen und Zeugenaussagen war gegen 1.20 Uhr eine 45-jährige Frau zu Fuß auf der Obentrautstraße unterwegs, als sich ihr von hinten ein Mann näherte und versuchte, ihre Handtasche von ihrer Schulter zu reißen. Die Überfallene hielt jedoch den Trageriemen fest, sodass sie mit dem Tatverdächtigen an der Tasche zerrte. Nun soll ihr der Mann ins Gesicht geschlagen haben, woraufhin sie ihre Tasche losließ und der mutmaßliche Räuber mit der erlangten Beute in Richtung Tempelhofer Ufer flüchtete. Ein 23-jähriger Zeuge wurde zeitgleich auf die Tat aufmerksam und nahm die Verfolgung des Flüchtenden auf, brach diese jedoch ab, als der Tatverdächtige die Absperrung zum Landwehrkanal überstieg und ins Wasser stürzte. Kaum das er dies bemerkte, alarmierte der Zeuge auch sogleich die Polizei. Der mutmaßliche Räuber rief mittlerweile um Hilfe, da, wie sich später herausstellte, er nicht schwimmen kann. Die eintreffenden Einsatzkräfte warfen dem Mann einen Rettungsring zu und seilten zügig eine 40-jährige Polizeihauptkommissarin ins Wasser ab. Die Polizistin hielt den Mann über Wasser, bis ebenfalls alarmierte Rettungskräfte der Berliner Feuerwehr den Mann bargen und ans Ufer brachten. Dort kollabierte der Mann und wurde von den Rettungskräften erfolgreich reanimiert. Auch die Polizeihauptkommissarin gelangte mit Hilfe an das Ufer und wurde von der Berliner Feuerwehr betreut. Sanitäter eines Rettungswagens brachten den 21-Jährigen zur Behandlung in eine Klinik aus der er später wieder entlassen, von Polizisten in das Polizeigewahrsam Tempelhof gebracht und dort dem zuständigen Raubkommissariat der Polizeidirektion 5 überstellt wurde. Sowohl die 40-jährige Polizistin, als auch die 45-jährige Überfallene blieben unverletzt.