Gemeinsame Meldung Polizei und Staatsanwaltschaft Berlin
Nr. 0847
Die 5. Mordkommission des Landeskriminalamts hat am 11. Juli 2026 im Auftrag der Staatsanwaltschaft Berlin die Ermittlungen gegen einen 29-Jährigen wegen des Verdachts des Erpresserischen Menschenraubes und anderer Delikte aufgenommen.
Am 10. Juli 2026 gegen 22 Uhr wurde die Polizei zu einem Raub in einem Supermarkt in der Hildburghauser Straße alarmiert. Dort soll der Beschuldigte eine Mitarbeiterin des Supermarkts unter Vorhalt eines Messers sowie unter Verwendung eines Pfeffersprays und Fesselungsmaterial in seine Gewalt gebracht haben, welche hierdurch leichte Verletzungen erlitt. Er soll ferner verschiedene Forderungen gemacht und unter anderem die Aushändigung von Geld verlangt haben. Die festgehaltene Frau konnte dann am 11. Juli 2026 gegen 9:20 Uhr befreit und der Beschuldigte von Spezialeinsatzkräften der Polizei unter Einsatz eines Distanzelektroimpulsgeräts (DEIG) überwältigt werden. Der Beschuldigte wurde hierbei leicht verletzt und im Anschluss an die polizeilichen Maßnahmen ebenso wie die Frau in ein Krankenhaus verbracht. Während des gesamten Einsatzes standen die Einsatzkräfte, insbesondere die Verhandlungsgruppe und Spezialeinsatzkräfte des Landeskriminalamts, im stetigen Kontakt mit dem Beschuldigten. Der 29-Jährige wurde festgenommen und gestern einem Ermittlungsrichter beim Bereitschaftsgericht vorgeführt. Dieser erließ auf Antrag der Staatsanwaltschaft Berlin einen Haftbefehl wegen erpresserischen Menschenraubes sowie versuchter besonders schwerer räuberischer Erpressung und gefährlicher Körperverletzung und setzte diesen in Vollzug. Die Ermittlungen zur Aufklärung des Sachverhalts dauern an.