Nr. 0798
Aktuell stellt die Polizei Berlin im gesamten Stadtgebiet eine auffällig hohe Zahl von Trickdiebstahlstaten durch vermeintliche Pflegedienstmitarbeitende fest. Die Tatverdächtigen, meist zwei Frauen, suchen Seniorinnen und Senioren an deren Wohnanschriften auf, um dort unter Vorspiegelung falscher Tatsachen Einlass in die Wohnungen zu erhalten. Dabei geben sie sich als Mitarbeitende eines Pflegedienstes aus und behaupten, Pflegegrad, Medikation oder Blutdruck überprüfen zu müssen, oder beauftragt worden zu sein, in der Wohnung Reinigungsarbeiten durchführen zu sollen. Oft behaupten sie, entweder neu im Pflegedienst beschäftigt zu sein oder dass die Angesprochenen die entsprechende Benachrichtigungspost noch nicht erhalten hätten, um Zweifel der Bewohnerinnen und Bewohner zu zerstreuen. Sobald sich die Tatverdächtigen Zutritt zur Wohnung verschafft haben, werden die Betroffenen in Gespräche verwickelt, wobei eine der Tatverdächtigen behauptet, die Toilette aufsuchen zu müssen,
jedoch die Wohnung nach Geld und Wertgegenständen durchsucht, um diese sogleich zu entwenden.
- Öffnen Sie Fremden niemals Ihre Wohnungstür! Das ist nicht unfreundlich, sondern eine reine Vorsichtsmaßnahme. Öffnen Sie Ihre Tür nur mit vorgelegter Kette, schauen Sie durch den Türspion und benutzen Sie die Türsprechanlage.
- Lassen Sie nur Personen ein, die Sie selbst bestellt haben oder die Ihnen vom Pflegedienst angekündigt wurden.
- Lassen Sie sich von den Mitarbeitenden den Dienstausweis zeigen und rufen Sie im Zweifel ihren Pflegedienst an, wenn diese Personen Ihre Wohnung betreten wollen.
- Bitten Sie im Notfall Anwohner um Hilfe! Klingeln Sie bei Ihrer Nachbarschaft, auch wenn Ihnen Fremde im Hausflur begegnen und etwas von Ihnen wollen.
- Rufen Sie gegebenenfalls laut um Hilfe!
- Im Notfall immer: 110!