Schwerer Landfriedensbruch nach Fußball-WM-Aus

Polizeimeldung vom 30.06.2026

Friedrichshain-Kreuzberg

Nr. 0789
Zu einem schweren Landfriedensbruch und weiteren Straftaten kam es in der vergangenen Nacht in Friedrichshain. Nach einer Public-Viewing-Veranstaltung zur Fußball-WM am Uber Platz kam es nach dem Ausscheiden der deutschen Fußballnationalmannschaft gegen 1:30 Uhr zu körperlichen Auseinandersetzungen mehrerer Personen. Trotz Einschreitens der Polizei erstreckte sich das Geschehen nahezu über den gesamten Platz. Es kam zu Flaschenwürfen auf Polizeieinsatzkräfte und weitere Personen. Ein Unbeteiligter wurde durch eine Flasche getroffen, augenscheinlich aber nicht verletzt. Eine ärztliche Behandlung lehnte er zudem ab. Insgesamt sieben Personen, eine 47-Jährige, eine 16-Jährige und eine 14-Jährige sowie ein 22-Jähriger, zwei Heranwachsende im Alter von 18 Jahren und ein 17-Jähriger, wurden festgenommen. Die 16-Jährige soll mehrere Glasflaschen auf Personengruppen geworfen haben. Sie selbst soll zuvor von einem bisher unbekannt gebliebenen Mann beleidigt und geschlagen worden sein. Im Zuge ihrer Festnahme solidarisierten sich mehrere Personen mit der Jugendlichen und versuchten, die Festnahme zu verhindern. Daraufhin forderten die Polizeieinsatzkräfte die Personen auf, zurückzubleiben und drohten den Einsatz des Reizstoffsprühgerätes an. Da die Personen weiter näherkamen, setzten sie es schließlich ein. Dabei wurde ein bisher unbekannt gebliebener Mann im Gesicht getroffen. Aufgrund der unübersichtlichen Lage gelang es ihm anschließend, sich vom Ort zu entfernen. Die 16-Jährige erlitt im Zuge der Festnahme durch herumliegende Glasscherben Verletzungen am Kopf und kam zur medizinischen Versorgung in ein Krankenhaus. Nach der Behandlung und einer erfolgten Blutentnahme wurde sie durch ihre Mutter in Obhut genommen. Alle anderen festgenommenen Personen kamen ebenfalls wieder auf freien Fuß. Zwei Polizeieinsatzkräfte erlitten im Zuge des Einsatzes leichte Verletzungen, setzten ihren Dienst aber dennoch fort. Die weiteren Ermittlungen zum schweren Landfriedensbruch, wegen tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte, Widerstands, versuchter Gefangenenbefreiung, Beleidigung, Körperverletzung und gefährlicher Körperverletzung dauern an.