Friedrichshain-Kreuzberg/Neukölln
Nr. 0673
Ein Mann, der sich einer Verkehrskontrolle entzog, wurde in der vergangenen Nacht in Gropiusstadt festgenommen. Nach derzeitigem Kenntnisstand beobachteten Polizeieinsatzkräfte des Verkehrsdienstes gegen 22:30 Uhr in der Friesenstraße, wie ein 34-Jähriger dort ohne eingeschaltetem Abblendlicht in einem Mercedes unterwegs war. Sie entschlossen sich zu einer Kontrolle und hielten den Mann an. Nachdem die beiden Einsatzkräfte an den Wagen herantraten, beschleunigte der Mann plötzlich stark und fuhr mit hoher Geschwindigkeit in Richtung Jüterboger Straße weg. Die Polizeieinsatzkräfte nahmen daraufhin mit Blaulicht und Einsatzhorn die Verfolgung auf. Bei seiner Flucht missachtete der 34-Jährige mehrere rote Ampeln und fuhr in der Gneisenaustraße in den Gegenverkehr. Im Bereich der Kirche am Südstern sprühte er mehrfach mit einem Feuerlöscher aus seinem Fahrzeug. Weiter ging seine Fahrt über die Hasenheide in Richtung Hermannplatz. Er bog dann nach links in die Graefestraße ein. An der
Kreuzung zur Urbanstraße bog er nach rechts ab, woraufhin mehrere Verkehrsteilnehmende stark abbremsen und ausweichen mussten, um nicht mit ihm zusammenzustoßen. Abermals sprühte er in diesem Bereich mit einem Feuerlöscher aus dem Fahrzeug, um die Sicht der ihm folgenden Polizeikräfte zu beeinträchtigen. Er flüchtete dann weiter über den Hermannplatz, die Karl-Marx-Straße, die Flughafenstraße und bog in die Hermannstraße ein. Abermals missachtete er rote Ampeln und fuhr schließlich in der Nähe eines Cafés über den Gehweg. Gäste des Cafés als auch weitere zu Fuß Gehende mussten daraufhin zur Seite springen, um nicht angefahren zu werden. An der Jonasstraße fuhr der 34-Jährige wieder auf die Fahrbahn und überfuhr ein Verkehrszeichen. Auf Höhe der Schierker Straße/ Selkestraße fuhr er offenbar aufgrund der erheblich überhöhten Geschwindigkeit gegen eine Verkehrsinsel, woraufhin zwei Reifen platzten. Dennoch setzte er seinen Weg fort und fuhr im Bereich der Grenzallee auf die BAB
113, Fahrtrichtung Süd. Dort verlangsamte er seine Geschwindigkeit und fuhr auf den Fahrstreifen hin und her. An der Anschlussstelle Späthstraße verließ er die BAB 113 und fuhr über die Neue Späthstraße nach links auf die Buschkrugallee. Er fuhr bereits auf blanker Felge und war dennoch wieder mit deutlich erhöhter Geschwindigkeit unterwegs. Er bog nach links in die Parchimer Allee ein, erneut bei rotem Ampellicht. Seine Fahrt führte weiter über den Grünen Weg, die Fritz-Erler-Allee den Kormoranweg, die Rudower Straße und wieder in die Fritz-Erler-Alle, wo er mehrere Gegenstände aus dem Fahrzeug warf. Seine Fahrt endete auf einem Mietparkplatz in der Goldammerstraße, wo er gegen einen Findling, Bordstein und den Zaun eines Müllplatzes fuhr. Er flüchtete weiter zu Fuß und wurde schließlich von Polizeieinsatzkräften festgenommen. In seinem Auto fanden die Einsatzkräfte eine Schreckschusswaffe ohne Munition, mehrere Kennzeichensätze, die bereits zur Fahndung ausgeschrieben waren,
zwei Elektrokleinstfahrzeuge, bei denen der Verdacht des Diebstahls besteht, sowie mögliches Tatwerkzeug für Diebstahlstaten in Form einer Flex und eines sogenannten Kuhfußes und eine Sturmhaube. Alles wurde beschlagnahmt. Die am Fahrzeug angebrachten Kennzeichen gehörten nicht zum Fahrzeug. Der Wagen selbst war ebenfalls zur Fahndung ausgeschrieben, da er als gestohlen gemeldet wurde. Eine gültige Fahrerlaubnis konnte der 34-Jährige zudem nicht vorweisen und er hatte insgesamt vier offene Haftbefehle, unter anderem wegen schweren Raubes und Diebstahls. Da zudem der Verdacht bestand, dass er das Auto unter dem Einfluss berauschender Mittel lenkte, erfolgte bei ihm eine Blutentnahme. Das Auto wurde beschlagnahmt und die weiteren Ermittlungen dauern an. Der 34-Jährige wird der Justiz überstellt.
Mann flüchtet im Auto vor Polizeikontrolle - Festnahme
Polizeimeldung vom 06.06.2026
bezirksübergreifend