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Doppelt hält besser

Polizeimeldung vom 09.04.2021
Lichtenberg

Nr. 0773
Ein Fahrer eines Kleinwagens wurde gestern Abend in Lichtenberg durch eine Zivilstreife der 13. Einsatzhundertschaft kontrolliert und steht im Verdacht, zahlreiche Straftaten begangen zu haben.
Durch die auffällige Fahrweise des 25-Jährigen war die Zivilstreife auf ihn aufmerksam geworden und überprüfte ihn sowie zwei weitere 22- und 25-jährige Insassen des Pkw. Es stellte sich heraus, dass der Fahrer nicht im Besitz einer gültigen Fahrerlaubnis ist, unter dem Einfluss von Drogen zu stehen schien und ferner kein Versicherungsschutz für das Auto bestand. Zudem besteht der Verdacht, dass die am VW-Polo angebrachten Kennzeichen gestohlen wurden. Bei der Durchsuchung des Fahrzeugs fanden die Beamten im Fahrzeuginnenraum einen Teleskopschlagstock. Die Weiterfahrt mit dem – weder versicherten noch zugelassenen – Auto wurde untersagt. Zusätzlich wurde ein sogenannter Gelbpunkt auf die Frontscheibe geklebt, womit er aufgefordert ist, den PKW aus dem öffentlichen Straßenland zu entfernen. Darüber hinaus wurde auf dem Handrücken des Fahrers eine tätowierte und sichtbar getragene „SS“-Rune festgestellt.
Die Kennzeichentafeln und der Teleskopschlagstock wurden als Beweismittel beschlagnahmt. Der 25-Jährige wurde zur Blutentnahme einer Gefangenensammelstelle zugeführt und anschließend vor Ort entlassen.
Als die Zivilstreife kurze Zeit später am Abstellort des Polos vorbeifuhr, staunte sie nicht schlecht. Der ehemalige Fahrer und seine Begleiter waren ebenfalls wieder zum PKW zurückgelehrt, hatten zwischenzeitlich neue Kennzeichen am Fahrzeug angebracht und versuchten gerade, den aufgeklebten Gelbpunkt von der Windschutzscheibe zu entfernen. Daraufhin wurden auch die Fahrzeugschlüssel mit richterlichen Beschluss beschlagnahmt.
Der 25-Jährige sieht nun Ermittlungen wegen Verstößen gegen das Pflichtversicherungsgesetz und das Waffengesetz sowie Fahrens ohne Fahrerlaubnis, Urkundenfälschung in zwei Fällen und des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen entgegen.