Mit der Schlacht um Berlin endete der zweite Weltkrieg, und 80 Jahre später finden sich noch überall im Boden Bomben, Granaten oder Panzerfäuste. „Altlasten“ dieser besonderen Art werden in der Bundeshauptstadt gezielt gesucht, oft genug aber auch zufällig entdeckt, beispielsweise beim Ausschachten von Baugruben.
Die meisten Funde sind immer noch hoch explosiv und durch jahrzehntelange Korrosion besonders gefährlich. Die Entsorgung übernimmt der Kampfmittelbeseitigungsdienst der Polizei Berlin.
Da Berlin vom Herbst 1943 bis zum Frühjahr 1945 fast täglich Luftangriffen ausgesetzt und die Stadt in den letzten Kriegswochen auch am Boden umkämpft war, erstaunt es nicht, dass die Polizeifeuerwerker annähernd 900 Mal im Jahr zu Munitionsfundorten gerufen werden. Seit 1947 wurden bereits über 1,8 Millionen Sprengkörper in Berlin aufgefunden und hier vernichtet.