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Straßenbenennungen

Veranstaltung: Eine Straße für Audre Lorde

  • 4. Mai 2021, 18 bis 20 Uhr

Die Bezirksverordnetenversammlung (BVV) hat im Februar 2019 beschlossen, eine Straße nach der afro-amerikanischen Dichterin und Bürgerrechtlerin Audre Lorde zu benennen (DS/0678/V).

Die preisgekrönte Schwarze, lesbische US-amerikanische Dichterin Audre Lorde (1934-1992) hielt sich bis 1992 oft in Kreuzberg auf, wo sie sich für afro-deutsche Frauen und deren Sichtbarkeit engagierte und sich mit der feministischen Bewegung auseinandersetzte. Sie hatte somit einen wesentlichen Einfluss auf die Entstehung der Schwarzen Frauenbewegung in Deutschland.

Mit der Benennung einer Straße nach Audre Lorde trägt das Bezirksamt zur Repräsentanz und Sichtbarkeit von LSBTTIQ*, Schwarzen Menschen und People of Color im öffentlichen Raum bei und setzt auch den Beschluss aus dem Jahr 2005 um, dass Straßen zunächst nur nach Frauen benannt werden.

Bei der digitalen Veranstaltung informieren Beiträge von Marion Kraft und Dagmar Schultz über Audre Lorde und das Straßenumbenennungsverfahren. Außerdem findet eine Abstimmung für alle Interessierten und Anwohner*innen statt. Für die Umbenennung stehen der nördliche Teil der Manteuffelstraße, der nördliche Teil der Wrangelstraße (ab Skalitzer Straße), der Kreuzberger Teil der Adalbertstraße (bis Bethaniendamm) sowie die Admiralstraße zur Auswahl.

Die Veranstaltung ist für 300 Besucher*innen beschränkt. Bei der Veranstaltung ist eine Klarnamen-Anzeige und Angabe der E-Mail-Adresse erforderlich. Die Veranstaltenden behalten sich vor, Teilnehmende von der Veranstaltung auszuschließen, wenn diese durch ihr Verhalten, insbesondere durch rechtsextreme, rechtspopulistische, rassistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtenden Äußerungen grob oder wiederholt stören.

Die Veranstaltung wird zu Dokumentationszwecken dieser
Bürger*innen-Beteiligung aufgezeichnet. Mit Eintritt in die
Veranstaltung stimmen Sie der Aufzeichnung und Hausordnung zu.

Link zur Veranstaltung

Der online Raum ist am 4. Mai ab 17.45 Uhr betretbar.

Hausordnung der digitalen Veranstaltung am 4. Mai 2021

PDF-Dokument (37.8 kB)

Drucksache Benennung einer Straße nach Audre Lorde

PDF-Dokument (18.0 kB)

Drucksache Umbenennungen von Straßen, Plätzen, Wegen und Brücken

PDF-Dokument (51.6 kB)

Drucksache Benennung einer Straße LSBTI-Person II

PDF-Dokument (8.9 kB)

Fragen zur Beteiligung

Die Umfrage findet statt, um ein Meinungsbild der Anwohner*innen zu erhalten, welche Straße umbenannt werden soll.

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Die Anwohner*innen erhalten ab Mitte März einen Flyer in ihre Briefkästen. Mit der enthaltenen Postkarte können sie abstimmen. Einfach ausfüllen und kostenfrei zurücksenden.

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Nein, Sie können die ausgefüllte Postkarte ohne Briefmarke abschicken.

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Das Ergebnis wird nach Ende der Abstimmung über eine Pressemitteilung auf dem Presseportal des Bezirksamtes sowie auf www.berlin.de/strassennamen-xhain bekanntgegeben.

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Zum einen findet die Umfrage mit der Postkarte statt. Außerdem folgt eine digitale Veranstaltung mit einer weiteren Abstimmung.
Beide Abstimmungs-Ergebnisse werden addiert und dem Bezirksparlament vorgelegt. Die Mitglieder der Bezirksverordnetenversammlung von Friedrichshain-Kreuzberg (BVV) treffen mit dieser Information dann eine demokratische Entscheidung.

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Fragen zu Audre Lorde

Audre Lorde (1934-1992), die revolutionäre afro-amerikanische Dichterin und Aktivistin, inspiriert bis heute feministische, queere, lesbische, Schwarze und Women-of-Color-Bewegungen weltweit. Sie setzte sich für Bürger*innenrechte, die Friedensbewegung und die Vernetzung Schwarzer Menschen ein. In Deutschland hatte sie einen zentralen Einfluss auf die Entstehung der jüngeren Schwarzen Bewegung und besonders einer Schwarzen Frauenbewegung.

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Die Benennung einer Straße nach Audre Lorde, einer lesbischen, Schwarzen Frau wäre ein kleiner, jedoch wichtiger, Schritt hin zu mehr Repräsentanz von LSBTTIQ*, Schwarzer Menschen und People of Color im öffentlichen Raum. Die Benennung greift zudem ein Anliegen vieler ihrer Weggefährt*innen auf, eine Straße nach ihr zu benennen.

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Audre Lorde engagierte sich politisch im damaligen Bezirk Kreuzberg. Sie gab Lesungen im Frauenzentrum Schokofabrik und traf dort und im Café April Kolleginnen und Freundinnen. Im Kato am Schlesischen Tor trat sie 1989 zur dritten Jahresfeier der Initiative Schwarze Deutsche (ISD) auf, und sie traf sich dort mit den Frauen, die den Verein ADEFRA e.V. – Schwarze Frauen in Deutschland gründeten

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Für die Umbenennung stehen der nördliche Teil der Manteuffelstraße, der nördliche Teil der Wrangelstraße (ab Skalitzer Straße), der Kreuzberger Teil der Adalbertstraße (bis Bethaniendamm) sowie die Admiralstraße zur Auswahl.

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Am 04.05.2021 wird eine Online-Veranstaltung stattfinden, auf der es ebenfalls eine Abstimmung für alle Interessierten und Anwohner*innen sowie informative Vorträge der Initiator*innen geben wird. Diese wird auch auf der Website des Bezirks angekündigt: www.berlin.de/strassennamen-xhain.

Der Dokumentarfilm “Audre Lorde – The Berlin Years 1984 to 1992” von 2012 berichtet eindrücklich über die Berlin-Aufenthalte von Audre Lorde: audrelorde-theberlinyears.com ..

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Allgemeine Fragen

Die Bezirksverordnetenversammlung Friedrichshain-Kreuzberg hat 2005 beschlossen bei der Benennung von Straßen, Wegen, Brücken etc., ausschließlich Frauen als Namensgeberinnen zu ehren, “bis mindestens 50 Prozent aller nach Personen benannten Friedrichshain-Kreuzberger Straßen nach Frauen benannt sind.” (DS/1497/II)

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Grundsätzlich fallen für Sie bei einer Straßenumbenennung keine Gebühren bei Behörden an.
Für die Adressänderung im privaten Bereich, wie in Ihren persönlichen Verträgen u.ä. können möglicherweise Gebühren anfallen, z.B. bei Versicherungen, Banken, Sportvereinen, etc. Dies können nur Sie mit den jeweiligen Institutionen besprechen.
Beachten Sie: Nach der Umbenennung der Straße gibt es für sechs Monate eine doppelte Beschilderung.

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Grundsätzlich fallen für Sie bei einer Straßenumbenennung keine Gebühren bei Behörden an.
Für die Adressänderungen im geschäftlichen Bereich fallen möglicherweise Gebühren an, die sie selbständig in Erfahrung bringen müssen.
Beachten Sie: Nach der Umbenennung der Straße gibt es für sechs Monate eine doppelte Beschilderung.

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Wenn Ihre Straße umbenannt wird, erfolgt die Ummeldung der Adresse für alle Anwohner*innen von Amts wegen (das heißt automatisch) im Melderegister.
Es gibt zwischen Behörden automatisierte Rückmeldungen. Einige Behörden, wie bspw. das Finanzamt, die Rentenversicherung und die Kfz-Stelle, haben die Möglichkeit selbständig eine Behördenauskunft einzuholen, sodass dort kein Handlungsbedarf für Sie besteht.
Weitere Institutionen, wie Schulen, Kitas, Arbeitgeber, Krankenkassen, Versicherungen, Banken und ähnliche Einrichtungen sowie alle privaten Kontakte müssen eigenständig informiert werden.

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Wer seine Adresse auf dem Personalausweis ändern lassen will, muss zum Bürgeramt gehen. Derzeit ist dies nur mit Termin möglich. Dann wird auf dem Ausweis ein Aufkleber mit der neuen Adresse angebracht. Das ist kostenfrei.

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Nach der Umbenennung der Straße gibt es für sechs Monate eine doppelte Beschilderung.
Der neue Straßenname ist in schwarzer Schrift auf dem Schild. Auf einem zweiten Schild darunter, ist dann der alte Straßenname mit einem roten Querstrich durchgestrichen.

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Der Prozess bis zur Umbenennung kann erfahrungsgemäß etwa zwölf Monate dauern.

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Nach erfolgtem Beschluss durch die Bezirksverordnetenversammlung und des Bezirksamtes wird es eine Ankündigung über das Presseportal des Bezirksamtes sowie auf www.berlin.de/strassennamen-xhain geben.

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Schreiben Sie uns gerne an strassennamen-xhain@posteo.de. Wir beantworten Ihre themenbezogenen Fragen.

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Es gibt einen Film, der bei Vimeo.

Auf der Webseite www.audrelordeberlin.com gibt es viele Informationen über Audre Lodes Zeit in Berlin.

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