Projekt "Stadtverträglicher Tourismus - fair.kiez" (2016 / 2017)

Ziel des Projektes ist es, die Kieze als Anziehungspunkte für den Tourismus zu erhalten und für die Auswirkungen der touristischen Nutzungen in den Kiezen individuelle, faire und stadtverträgliche Lösungen zu finden und umzusetzen.

Auch in Zukunft sollen die Gäste und Besucherinnen und Besucher die urbane Kiezkultur erleben können und die Anwohnerinnen und Anwohner auch weiter gern im Kiez leben. Es soll eine nachhaltige Tourismusentwicklung durch spezifische Maßnahmen in den touristisch stark frequentierten Bereichen mit Nutzungskonflikten in Kooperation mit allen beteiligten Akteuren befördert werden.

Zu den Maßnahmen des Projektes zählten ein nach innen gerichtetes Marketing in Form von Mediation, Moderation und Kommunikation unter Einbeziehung aller beteiligten Akteure mit ihren verschiedenen Interessenslagen. Die Umsetzung der Maßnahmen erfolgte gemäß Vertrag in enger Absprache mit dem Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg unter Federführung der Wirtschaftsförderung.

Mit dem Label „fair.kiez“ soll ein positives Image für den Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg befördert sowie die Botschaft eines stadtverträglichen Tourismus und des fairen Umgangs kommuniziert werden.

2016
Um im Rahmen der bereits angebrochenen Saison erste sicht- und spürbare Ergebnisse zu erzielen, wurde im Friedrichshainer Südkiez begonnen, da hier die Handlungsbedarfe aktuell am drängendsten erscheinen.

Das Projekt wurde unterstützt von visitBerlin, im Rahmen des Kooperationsvertrages „Ausbau Tourismusmarketing mit allen Bezirken“ zwischen visitBerlin und der coopolis GmbH.

Umsetzung Moderation, Mediation

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Ergebnisse:
Bestandsaufnahme und räumliche Situationsanalyse

  • Kartierung Erdgeschossnutzung
  • Identifizierung der Zielgruppe
  • Vor- Ort- Begehung (Wochenende, Nachts)
  • Analyse der sozialräumlichen Situation

Mediation und Moderation

  • Gespräche mit den lokalen Multiplikatoren (u.a.DeHoga, Gewerbetreibende, Anwohner*innen)
  • Abstimmungsrunden mit dem Bezirk, AG “fair.kiez” und der Polizei
  • 3 Kiezbversammlungen
  • ein Gastronomentreffen
  • Einrichtung eines Bartelefons
  • Entwicklung und Aushang einer Charta der Gastronomen
  • neue Kooperationen zwichen Gastronom*innen, Anwohner+innen und Polizei
  • Erhöhung des gegenseitigen Vertrauens
  • Verabredung zu regelmäßigen Kieztreffen
  • neue Ideen zur Konfliktminimierung
  • positive Signale an umliegende Gastronomien

Umsetzung Kommunikation

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Das Label “fair.kiez“ wurde entwickelt, um den Ausgleich/Dialog unterschiedlicher Interessen im öffentlichen Raum darzustellen und im Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg zu verstetigen. Es soll ein positives Image für den Bezirk befördert sowie die Botschaft eines stadtverträglichen Tourismus und des fairen Umgangs kommuniziert werden.

Ergebnisse:
Öffentlichkeitsarbeit

  • fair.kiez Banner an der Warschaer Brücke
  • erfolgreiche und positiv aufgenommene Beklebung von Parkautomaten (10) mit Logo fair.kiez wurde erweitert
  • die Gastronomen zu aktiveren Maßnahmen eines angestrebeten Kiezkonsens kommunikativ unterstützt
  • 3 Trailer zu Lärm und Sauberkeit für 3 Billboards
  • 2 Pressekonferenzen

Die Ergebnisse können Sie hier im Detail nachlesen.