Bild: Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg
Glokal: Bezirk geht voran in Sachen Energie – lokal und global
Im Bezirksticker zeigen wir inspirierende "Projekte aus Friedrichshain-Kreuzberg(Projekte aus Friedrichshain-Kreuzberg)":https://www.berlin.de/ba-friedrichshain-kreuzberg/politik-und-verwaltung/service-und-organisationseinheiten/klima-und-internationales/artikel.1547395.php, die ganz konkret zu den 17 Zielen für nachhaltige Entwicklung (#SDGs) der UN beitragen. Denn: Global denken – lokal handeln beginnt genau hier bei uns im Kiez. Seit Mai 2025 leitet Fabian Reitemeyer die Organisationseinheit Klima und Internationales im Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg. Schon zuvor war der studierte Geoökologe als Klimabeauftragter des Bezirks tätig. Nach seinem Studium am der Universität Potsdam er zunächst im Umwelt- und Naturschutzamt im Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf und am Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK). Bereits seit September 2023 ist Fabian Reitemeyer im Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg. Als Klimabeauftragter war er zentraler Ansprechpartner für praxisorientierte Anliegen der einzelnen Ämter, um diese klima- und sozial gerecht zu unterstützen. Initiativen zum Klimaschutz und der Energiewende starten häufig auf lokaler Ebene: in der eigenen Wohnung und vor der eigenen Haustür oder im Wohnbezirk. So kann jede*r dazu beitragen, dass in der Summe Klimaschutz auch im globalen Kontext umgesetzt werden kann. Um den Zugang zu bezahlbaren und modernen Energiedienstleistungen für die Bürger*innen im Bezirk zu fördern, hat das Bezirksamt im Dezember 2024 ein Klimaschutzkonzept und ein Klimaanpassungskonzept beschlossen. Die beiden Klimakonzepte sind eine wichtige analytische, strategische und umsetzungsorientierte Grundlage für den Bezirk, um die unvermeidbaren Folgen des Klimawandels abzufangen. Das Klimaschutzkonzept soll die Bürger*innen über das Thema informieren und darauf sensibilisieren. Es zeigt, welche Energiedienstleistungen den Bürger*innen zur Verfügung stehen, um die Klimaziele zu erreichen. Diverse Projekte werden in bezirklichen Liegenschaften ausprobiert und bei Erfolg im Bezirk ausgeweitet. „Als Bezirk setzen wir häufig Sachen um, vor denen andere erstmal zurückschrecken. Wir machen es einfach“, erklärt Fabian Reitemeyer, Leiter der Organisationseinheit Klima und Internationales im Bezirksamt. Mit dem Einbau einer selbstlernenden Heizkreisregelung in insgesamt 69 Gebäuden, darunter Schulgebäude, Bibliotheksstandorte, der Volkshochschule am Wassertorplatz oder dem Bürodienstgebäude Yorckstr konnte der Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg beispielhaft große Schritte zum Erreichen der Klimaziele gehen. In diesem Projekt werden pro Jahr eine Million Euro an Heizkosten und 2500 Tonnen CO2 eingespart werden. Derzeit ist der Bezirk bestrebt, aufbauend auf dem Erfolg bei bezirklichen Liegenschaften, mit externen Akteuren Pilotprojekte zu starten, um auch dort ähnliche Systeme zu unterstützen. Die vor zwei Jahren gegründete Organisationseinheit im Bereich der Bezirksbürgermeisterin ist so organisiert, dass sie die Themen Klima und Internationales vereint und so auf lokaler und globaler Ebene wirken kann. „Wir haben erfolgreiche Projekte umgesetzt, die das Potenzial haben den globalen Energiemix positiv zu beeinflussen.“ So werden in internationalen Kooperationen wie den Städtepartnerschaften Best-Practice-Beispiele transferiert, die im Bezirk bereits erfolgreich eingesetzt wurden. Schlüssel dazu sind erfolgreiche Pilotprojekte und eine umfangreiche Kommunikation mit den Stakeholdern, um auch in den Partnergemeinden Klimaschutzprojekte mit Fördergeldern unterstützen zu können. So besteht bereits eine Klimapartnerschaft mit der Stadt San Rafael del Sur in Nicaragua. In der neuen Städtepartnerschaft mit dem Kyjiwer Stadtteil Darnyzja geht es vor allem darum beim Aufbau einer dezentralen Energieversorgung zu unterstützen, um Abhängigkeiten vom zentralen Stromsystem, das häufig Ziel von russischen Angriffen ist, zu vermeiden. Das elf-köpfige Team der Organisationseinheit Klima und Internationales hat einen wissenschaftlichen Hintergrund, ist interdisziplinär und hat beste Kontakte in die international aufgestellte und vernetzte Wissenschaftsszene. Häufig werden Kooperationen geschlossen oder gemeinsame Projekte umgesetzt. Angesichts der schrumpfenden Budgets für Klimamaßnahmen im Land Berlin hat der Bezirk seine Strategie umgestellt und versucht vermehrt Unterstützung auf Bundes-, EU- oder auf globaler Ebene einzuwerben. Viele Projekte, die die Bezirksverwaltung umsetzt, zielen auf die Steigerung der Energieeffizienz. Denn energetische Sanierungen sind nicht nur sehr teuer, sondern bringen soziale Folgen wie steigende Mieten mit sich, die berücksichtigt werden müssen. „Wir sind davon überzeugt, dass wir mit Energieeffizienz mit einem echt guten Kosten-Nutzen-Faktor etwas für die bezahlbare Energie machen.“ Ich schätze besonders die Kombination aus kommunalen und internationalen Aufgaben – das spiegelt sich auch in meinem Lebenslauf wider und bereitet mir große Freude. Die Umsetzung und insbesondere die Kommunikation internationaler Themen wie der Nachhaltigkeitsziele oder des Pariser Abkommens finden häufig auf lokaler Ebene statt. Am meisten Freude macht es mir jedoch, meine Kolleg*innen zu unterstützen und zu sehen, mit wie viel intrinsischer Motivation sie ihre Projekte umsetzen. Dank der Arbeit sind wir in mehreren Aspekten bereits Modellbezirk und werden weitere spannende Projekte umsetzen. Für das Nachhaltigkeitsziel 6 "Sauberes Wasser und Sanitäreinrichtungen" haben wir die I"nitiative Alles im Fluss im Bezirksticker vorgestellt":/ba-friedrichshain-kreuzberg/aktuelles/bezirksticker/2025/nachhaltigkeitsziel-6-sauberes-wasser-und-sanitaereinrichtungen-1589921.php. Weitere Informationen