Quartiersmanagement Zentrum Kreuzberg / Oranienstraße

Die Adalbertstraße
Bild: Wolfgang Handte

Das Quartier Zentrum Kreuzberg / Oranienstraße, am Innenstadtrand zentral im Stadtgefüge gelegen, ist auf 32 ha dicht besiedelt und vielseitig hinsichtlich seiner Baustruktur, seines Wohnumfeldes und seiner Bewohnerschaft. Von den 8.553 (Stand 31.12.2017) Bewohner*innen haben 70,6% eine nichtdeutsche Herkunftsbiografie.

Das Quartier, dominiert von orientalischem Flair mit multiethnischer Kultur und Gastronomie, erstreckt sich von der der Kohlfurter Straße im Süden mit der Jens-Nydahl-Grundschule bis zur Naunynstraße im Norden. Die west-östliche Ausdehnung reicht vom Görlitzer Bahnhof bis zum Segitzdamm. Das Kottbusser Tor, nach der sogenannten Kahlschlagsanierung in den 1970er/80er Jahren durch Großgebäudekomplexe geprägt, und der Oranienplatz sind beliebte Treff-und Kommunikationsorte für die Bewohner*innen des Quartiers.

Das mediale und touristische Interesse am Quartier, das auch ein begehrter Gewerbe- und Filmstandort ist, ist ausgesprochen hoch. Zentrale, über das Quartier hinaus bekannte Anziehungs- und Anlaufpunkte sind das Kottbusser Tor und die Kult-, Tourismus- und Partymeile Oranienstraße. Das Kottbusser ist ein lebhafter Stadtplatz mit sehr guten Verkehrsanbindungen sowie hohem Verkehrsaufkommen und zählt zu den unfallträchtigsten Verkehrsknotenpunkten Berlins. Es ist aber auch ein zentraler Treffpunkt für Drogen- und Alkoholkonsument*innen sowie Obdachlose. Die Außenwahrnehmung des Gebiets wird zum einem durch diese Problematik und auch durch die steigende Kriminalität bestimmt, aber auch durch die Protest- und Mieter*innen-Initiativen sowie Solidargemeinschaften, die sich öffentlichkeitswirksam gegen Mieterhöhungen und Verdrängung einsetzen.

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Bild: Cansu Çakmak

Viele Bewohner*innen leben in z.T. schwierigen sozio-ökonomischen Verhältnissen; 2017 lag die Kinderarmut bei 59%. Trotz leichter Verbesserungen sind 8,4% der Bewohner*innen arbeitslos und beziehen 37,8% Transferleistungen. Allerdings weist das Quartier eine große Bandbreite an (Beratungs-)Angeboten auf, um Hilfesuchenden Unterstützung in der Bewältigung ihrer Probleme und Alltagssorgen zu leisten.

Die Gemeinwesenarbeit gehört zu den Schwerpunkten der Arbeit des Quartiersmanagements. Im Fokus stehen die Stärkung der nachbarschaftlichen Beziehungen, die Förderung der Selbsthilfeorganisation und die Verbesserung des Zugangs von Bewohner*innen zu gemeinwesenorientierten Angeboten in den Einrichtungen des Stadtteils. Darüber hinaus gehören die „Verbesserung des öffentlichen Raums“ und die „Förderung der sozialen und kulturellen Integration“ zu den Handlungsschwerpunkten der Arbeit. Damit „Integration“ in diesem Sinne gelingt, steht ein lebenszeitlich früh einsetzender Bildungsprozess im Fokus und werden daher auch die wichtigen „Lernorte“ im Quartier (infrastrukturell) gestärkt. Dazu zählen neben der Jens-Nydahl-Grundschule und Mittelpunktbibliothek auch die Kindertagesstätten, das Stadtteilzentrum Familiengarten und die zahlreichen Migrant*innenorganisationen und Initiativen.

Im Entwicklungsprozess des Quartiers hin zu Stabilisierung der aufgebauten Strukturen kommt der Partizipation der Anwohner*innen eine wesentliche Bedeutung zu. Hervorzuheben sind in diesem Zusammenhang die zahlreichen Formate der Bewohner*innenbeteiligung sowie die regelmäßig tagenden Bewohner*innengremien, der Quartiersrat und Vergabejury des Aktionsfonds, die über die Mittel aus dem Programm „Soziale Stadt“ mitentscheiden, aber auch wesentlich über Schwerpunktthemen, Handlungserfordernisse sowie Lösungsstrategien diskutieren.

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